Check out the location of the compound of our programme “Ethiopia – Sport Builds Bridges”:
Category Archives: Projekte Äthiopien
Suche nach STB Team of Five Members für den Gigathlon 2010
Sport – The Bridge ist auch im Jahr 2010 wieder am Start des Gigathlons (9-11.7-2010 in Thun). Wir suchen noch Teilnehmer für unser Team of five und zwar möchten wir gerne ein Team von Afrikanern an den Start schicken, die vielleicht sonst nicht die Möglichkeit hätten am Gigathlon teilzunehmen.
Wenn ihr jemanden aus Afrika kennt, der eine der Disziplinen (Inline, Schwimmen, Biken oder Rennvelo) übernehmen könnt, meldet Euch so schnell als möglich bei uns (gehring@sportthebridge.ch)!
A Small Slice of Ethiopia
A non-comprehensive chronicle of The Kickabout team’s travels through Ethiopia to Kenya, including a visit of our programme “Ethiopia – Sport Builds Bridges” in Addis Ababa.
Ethiopia from Elias Sinkus on Vimeo.
STB becomes part of the Football for Hope movement
We are very happy to announce that Sport – The Bridge is now part of the Football for Hope movement for the year 2010.
Football for Hope is a movement that uses the power of the game for positive social change. It is led by FIFA and streetfootballworld, a centre of expertise and coordinator of global network of organisations in the field of development through football.
The Football for Hope programme support for our programe “Ethiopia – Sport Builds Bridges” will be applied for the weekly football training sessions of the children in our first year programme as well as for the football club system in our follow-up programme with re-integrated children.
We are proud to be part of the movement and look forward to a fruitful and ongoing cooperation.
Mehr über das Football for Hope movement: Football for Hope

The Kickabout besucht unser Programm in Addis Abeba
Letztes Wochenende konnten unsere Mitarbeiter/innen in Addis Abeba das Team von The Kickabout empfangen, welches unserem Programm einen zweitägigen Besuch abstattete.
“The Kickabout: Africa 2010” reist überland von Kairo nach Kapstadt und verfolgt dabei die folgenden drei Ziele:
- Das Feiern des Afrikanischen Fussballs
- Die Ehrung von Afrikas Persönlichkeiten in den Bereichen humanitäres Engagement und Sport
- Unterstützung für die engagiertesten und innovativsten Projekte im Bereich Sport und Entwicklung in Afrika
Den Bericht über den Besuch und weitere Informationen über “The Kickabout: Africa 2010” findet ihr bitte unter folgendem Link:
“The Kickabout: Africa 2010” @ Sport – The Bridge’s programme in Addis Ababa

Interview mit Alemu, seit 3 Jahren bei Sport – The Bridge
Vor vier Wochen sind wir aus der Schweiz nach Addis Ababa gekommen und in die Welt von Sport-The Bridge eingetaucht. Wir haben in dieser kurzen Zeit bereits einen guten Einblick in den Tagesablauf und in die allgemeine Arbeit der engagierten Mitarbeiter hier bekommen. Auch sind wir schon seit dem ersten Tag auf dem Compound in Kontakt mit den Kindern, welche im Moment am KRAFT-Programm von STB teilnehmen. Über das Leben derjenigen Kinder, welche an unseren eigenen kleinen Projekten teilnehmen, wissen wir auch bereits einiges. Die Neugierde wurde jedoch immer grösser auch zu erfahren, was mit den Jungen und Mädchen in der nahen Zukunft, nach dem ersten intensiven Jahr bei STB, geschieht. Von Mitarbeitern haben wir schon viele Berichte gehört, über Erfolgserlebnisse bis hin zu Rückschlägen. Doch wollten wir auch persönlich mit einem Kind über seine Zeit im Projekt sprechen, hören was es aus seiner Perspektive heraus über das Projekt denkt und davon mitgenommen hat. So ist, mit Hilfe der STB-Mitarbeiter, dieses kurze Interview mit einem Jungen zu Stande gekommen, welcher sehr erfolgreich in die Familie und die Schule reintegriert wurde.
Alemu
Alter: 14
Eintrittsjahr STB: 2007
Ausbildung: Tschaychora, Grade 7
Hobbies: Fussball
Jetzige Wohnsituation: Bei seiner Tante in Shiromeda, Addis Ababa

Wie lange und aus welchen Gründen hast Du auf der Strasse gelebt?
Ich habe etwa zwei Jahre auf der Strasse gelebt. Ich bin von zu Hause weggelaufen, weil ich viel Streit mit meinem Vater hatte und nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben wollte.
Wie hat Dein Tagesablauf ausgesehen als Du auf der Strasse gelebt hast?
Ich habe verschiedene kleine Arbeiten übernommen, um etwas Geld zu verdienen. Auf dem Gemüsemarkt in der Nähe der Piazza habe ich beispielsweise geholfen Gepäck zu tragen. Am Abend ging ich jeweils nach Shiromeda zurück, dort schlief ich oft zusammen mit Freunden in Videohäusern.
Wie bist Du zu STB gekommen?
Zuerst hab ich ein paar Freunde gesehen, wie sie auf den Compound von Sport-The Bridge gegangen sind. Später hab ich diese dann in der Nähe der Piazza wieder gesehen. Alle waren sauber gewaschen und haben gut ausgesehen. Sie haben mir von Sport-The Bridge erzählt und dann hab ich mich entschieden, am nächsten Tag auch dort hin zu gehen. Ich habe dann mit den Lehrern hier gesprochen und die haben gesagt, ich dürfe auch kommen.
Inwiefern hast Du von STB profitiert? Was hast Du gelernt?
Die Mitarbeiter von STB haben mit mir über das Leben auf der Strasse gesprochen und mir erklärt, warum dies nicht gut für mich ist. Die Leute vom Familiendepartement haben Kontakt mit meiner Familie aufgenommen und dafür gesorgt, dass ich wieder ein Zuhause habe und auch wieder in die Schule gehen kann. Zudem habe ich bei STB auch viel über Sport gelernt.
Was hat Dir am Projekt besonders gut gefallen?
Am meisten mochte ich das Fussballspielen.
Und was mochtest du weniger?
Nichts, ich habe alles gern gemacht.
Auch Füsse und Kleiderwaschen?
(scheues Lachen) Ja, ich mochte auch das. Ich bin jeden Tag gerne auf den Compound gekommen.
Haben Du und Deine Familie heute noch Kontakt zu STB? Wenn ja, wie sieht dieser Kontakt aus?
Ja, meine Tante kommt zweimal im Monat für ein Gespräch vorbei. Ich selbst komme sechs Mal pro Woche hierher. Dreimal um Fussball zu spielen und dreimal für Nachhilfeunterricht.
Wie sieht Dein Tagesablauf heute aus?
Ich gehe jeden Morgen und Nachmittag in die Schule. Für das Mittagessen gehe ich jeweils nach Hause. Und am Abend nach der Schule komme ich hierher auf den Compound.
Neue Bekleidung für die Mitarbeiter von Sport – The Bridge
Dank der Zusammenarbeit mit dem Jungfrau Marathon (http://www.jungfrau-marathon.ch) arbeiten unsere 34 äthiopischen Mitarbeiter in unserem Projekt in Addis Abeba seit disem November mit neuen T-Shirts und Regenjacken.


Im Namen des gesamten Teams in Äthiopien bedanken wir uns herzlich bei den Organisatoren des Jungfrau Marathons!
Gigathlon Ethiopia 2009, Addis Abeba
Bericht von Marion Bugmann, Praktikantin von Sport – The Bridge und Organisatorin des Gigathlon Ethiopia:
“Schulbusse fahren auf der Jan Meda, dem grossen Sportplatz in Addis Abeba, ein. Während laute äthiopische Musik über das Feld schallt, steigen immer mehr Kinder in farbigen T-Shirts aus den Bussen und beginnen sofort sich im Rhythmus zu bewegen.
Sport – The Bridge organisierte im Juni 2009 zum vierten Mal den Gigathlon Ethiopia, dessen Ursprung in der Schweiz liegt. Seit mehreren Jahren führt Swiss Olympic den grossen Anlass für Ausdauersportler durch.
Am Gigathlon Ethiopia nehmen allerdings keine Athleten teil, sondern 1000 Kinder aus verschiedenen Gesellschaftsschichten Äthiopiens. Strassenkinder und Schulkinder bilden zusammen ein Team und treiben gemeinsam Sport. In Äthiopien gibt es weder Inlineskates, noch Seen worin man schwimmen kann. Viele Kinder besitzen nicht einmal Schuhe. So wurden die gewohnten Disziplinen aus der Schweiz an die äthiopischen Verhältnisse angepasst. Anstelle der fünf helvetischen Disziplinen, wurden vier äthiopische Spielformen ausgewählt – Rennen, BiraBiro (Windräder), Ball Dribbling, sowie Macina; ein Plastikschlauchrad, welches mit einem langen Draht über den Boden geführt wird. Jedes Kind absolvierte zwei verschiedene Disziplinen über eine Distanz von je einem Kilometer.
Die Musiker und Tänzer des Circus Ethiopia verbreiten eine fröhliche und ausgelassene Stimmung auf Jan Meda. Plötzlich kommt Unruhe auf in der Kindermenge, das Gejohle wird immer lauter. Haile Gebrselassie, der äthiopische Weltklasseläufer, kämpft sich durch die Scharen Richtung Bühne. Sofort taucht er ein in die ausgelassene Heiterkeit des Anlasses und tanzt mit den Kindern mit.
Bevor die jungen Sportler am offiziellen Aufwärmprogramm teilnehmen, ergreift Haile das Mikrophon und richtet seine Worte direkt an die Kinder. Er motiviert die Kinder in die Schule zu gehen und betont die Relevanz einer soliden Schulbildung für ihre Zukunft. Er versucht ihnen klar zu machen, dass jede einzelne Person für sein eigenes Leben verantwortlich ist, auch wenn oft sehr schwierige Verhältnisse herrschen und die Leben von einer harten Vergangenheit geprägt sind. Weiter erklärt Haile wie wichtig es ist, dass man die sich eröffnenden Chancen packt und auch bereit ist dafür zu investieren.
Nachdem ein Regierungsbeamter des Sportbüros in Addis Abeba die Kinder begrüsste, bewegen sich die ersten 250 Teilnehmer zur Startlinie, wo Haile Gebrselassie den Startpfiff gibt. Alle Teams formen sich zur einen Hälfte aus Schulkindern und zur anderen Hälfte aus Strassenkindern. Mit den farbigen Windrädern in den Händen wird losgespurtet, wobei nach einem Kilometer alle Kinder ihr Rad gegen einen kleinen Ball eintauschen. Die zweite Hälfte der Distanz wird vom Team dribbelnd zurückgelegt. Dabei handelt es sich nicht um herkömmliche Bälle, sondern um Socken, die mit Abfallplastik gestopft und schliesslich angemalt wurden.
Schon bald kommen die ersten Bälle durch die Ziellinie geflogen und die rennenden Kinder ihnen nach. Kurz darauf ertönt der Startpfiff für die zweite Gruppe. Nun kommen die beiden anderen Disziplinen zum Zug. Gestartet wird mit der Laufdisziplin und in der Wechselzone werden die Macina’s von den jungen Sportlern mitgenommen und über den zweiten Kilometer bis ins Ziel balanciert. Mit den alternierenden Disziplinen starten insgesamt vier Teams mit je 250 Kindern, die alle erfolgreich 2km zurücklegen. Die schwitzenden Finisher dürfen sich mit kühlem Wasser erfrischen und an dem anschliessenden Rahmenprogramm des Circus Ethiopia teilnehmen. Traditionelle äthiopische Musik, Tanz sowie Akrobatik runden den fröhlichen und aussergewöhnlichen Sportanlass ab.
Sport – The Bridge dankt allen Teilnehmer, Schulen, NGO’s und Helfern ganz herzlich und freut sich bereits auf den nächsten Gigathlon Ethiopia im 2010!”