Vereinsversammlung STB 2015

Ankündigung:

Am Mittwoch, 3. Juni 2015, findet die ordentliche Vereinsversammlung von STB mit anschliessendem Apéro statt.

  • Wann: ab 19.00 Uhr
  • Wo: Firma EcoplanMonbijoustrasse 14, 3011 Bern (ca. 3 Gehminuten vom Bahnhofausgang “Welle” entfernt).
  • Dauer: Die Versammlung dauert ca. 1h, danach wird ein Apéro offeriert.
  • Anmeldung: unter info@sportthebridge.ch

Wir freuen uns darauf, Mitglieder und auch interessierte Nicht-Mitglieder an diesem Tag zu begrüssen, um gemeinsam das vergangene Vereinsjahr Revue passieren zu lassen!

Alle Vereinsmitglieder werden demnächst schriftlich eingeladen.

 

Hast du noch keine Vereinsmitgliedschaft, würdest aber gerne ein STB-Mitglied werden? Hier findest du die Informationen dazu: http://www.sportthebridge.ch/unterstuetzung/mitgliedschaft/

 

 

Football in Sport – The Bridge Ethiopia

Matthias Buser and Numa Francillon have been working as trainee in Addis for 3 months. They were involved in the Sport department activities.

Sport plays a key role in Sport – The Bridge. Many ball games are played on the sport field by the first year children. Out of all different games played, one has got more and more importance through the years, namely Football. Together with running, football is sport number one in Ethiopia. To be convinced just go once on Jan Meda area on a Saturday.

Football is found in many places of Sport – The Bridge. The first year children play it after the KRAFT lesson and have an intern “tournament” every Friday. The Sport department has now 3 football teams under the “coaching system”. Last but not least, the staff plays every Friday on Jan Meda and is part of the “health league”, a friendly championship in Addis.

Football and first year children

Sport pedagogy with the so called KRAFT module represents the center of the reintegration project. Many kind of sport are played during the first year children sport lessons. One of them is football. Children are playing football after the KRAFT lesson as a fun game. A small football tournament is organized for them every Friday. The children compete against each other following football rules. More than a few people say, the possibility to play is one of the convicing reasons for the childern to join the project.

First year children singing Ethiopia national anthem before the game

First year children singing Ethiopia national anthem before the game

“Coach system”

A couple of years ago, Sport – The Bridge Ethiopia has created some football teams for follow-up and community children. They give the opportunity to practice and play the game to more than 100 children. On the other hand, the football coaches obtain the possibility to be in contact with the children even after the reintegration. There are 3 teams, coached by Sport department teacher: The under 17 team, the under 15 and the under 13. The first two teams play in a tournament. The under 13 is not yet playing any regular tournament. Nevertheless, Sport – The Bridge Ethiopia have organized recently a tournament to give this team the opportunity to play. 10 teams from different organizations and areas of Addis Ababa have participated in this exceptional event.

Kick-off of U13 football-tournament, which was organized by Sport - The Bridge Ethiopia

Kick-off of U13 football-tournament, which was organized by Sport – The Bridge Ethiopia

Sport – The Bridge Staff team

Football passion is shared among staff member. They are playing every Friday after work. This is a non-missing event of the week. Furthermore, a team is playing in the “health league”, a friendly championship organized by the municipality. Different organizations are playing against each other every Sunday. This year the team lost the semifinal but got the third place by winning the last game of the season.

Sport – The Bridge Staff team ready to play the semifinal

 

Die Geschichte von Sinta und ihrer Familie

Beitrag von Céline Nadine Michel

Vor 4 Jahren lebte Abel* als Strassenkind auf den Strassen von Addis Abeba. Er glaubte an ein besseres Leben auf der Strasse und entschied sich, seine Eltern und sein Zuhause zu verlassen. Bei der Rekrutierung durch die Mitarbeitenden von Sport – The Bridge wurde Abel auf der Strasse aufgefunden. Ein Jahr lang besuchte er täglich das Projekt von Sport – The Bridge und die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter konnten schlussendlich seine Schwester Sinta* ausfindig machen. Sport – The Bridge begleitete Sinta und Abel bei ihrer Wiederannäherung. Heute leben die beiden zusammen und meistern ihre täglichen Herausforderungen gemeinsam. Abel besucht die Schule und arbeitet nebenbei als Süssigkeitenverkäufer und trägt somit zum gemeinsamen Einkommen bei. Sinta hat bei Sport – The Bridge eine Arbeitsstelle gefunden. Sie kommt täglich auf den Compound, um beim Geschirrabwaschen zu helfen und verdient somit ihren Lebensunterhalt.

Ich habe Sinta hochschwanger kennengelernt. Trotz der bereits weit fortgeschrittenen Schwangerschaft kam sie jeden Tag auf den Compound, um zu arbeiten. Ich sah sie stets mit einem Strahlen auf dem Gesicht und sie hatte keine schwangerschaftsbedingten Beschwerden. Eines Tages wurde Sinta auf dem Compound vermisst und hatte sich bei niemandem abgemeldet. Deshalb rief Mesfin (ein Sozialarbeiter von Sport – The Bridge) Sinta besorgt an und wir erhielten die freudige Nachricht, dass sie Zwillingsmädchen geboren hatte. Alle seien wohlauf und sie werde bereits am nächsten Tag aus dem Spital entlassen. Mesfin vereinbarte mit Sinta, dass wir sie noch diese Woche besuchen durfen. Drei Tage später wurden wir von Abel auf dem Compound abgeholt und zu Sintas Wohnung begleitet. In einem kleinen, finsteren Raum mit einer Bank, einem Bett, einem kleinen Herd, umgeben von allen Nachbarskindern, der Besitzerin des Hauses und einer Katze, wurden Mesfin und ich äusserst liebevoll empfangen. Sinta sah ziemlich müde und erschöpft aus, hatte jedoch ein grosses Strahlen auf dem Gesicht sagte, dass sie überglücklich sei. Die beiden kleinen Mädchen, in ein dünnes Tuch eingewickelt, schliefen zufrieden neben ihrer Mutter. Wir überreichten unser Mitbringsel und teilten Sinta mit, dass Sport – The Bridge die Wohnungsmiete für die nächsten drei Monate übernimmt. Voller Dankbarkeit wurden Mesfin und ich mit Umarmungen überschüttet. Sinta bat uns, für die beiden Mädchen Namen zu wählen – aus Wertschätzung für unsere Geschenke. Wir wählten zwei schöne Namen aus. Die Erstgeborene machte einen guten, vifen Eindruck und war auch sehr aufmerksam. Die Zweitgeborene war ein zartes und feines Persönchen, ihre Gelbsucht war deutlich erkennbar und sie machte einen schläfrigen Eindruck. Sinta erzählte mir, dass die kleinen zur Zeit noch sehr müde seien und sich selten meldeten, um an der Brust zu trinken. Desweiteren habe sie noch kaum eine Veränderung in ihrer Brust (Brustdrüsenschwellung/Milcheinschuss) verspürt, deshalb sei das Saugen an der Brust für die beiden noch sehr anstrengend. Sinta erzählte weiter, dass sie vor der Geburt keine Schwangerschaftsuntersuchungen hatte und es für sie eine riesengrosse Überraschung gewesen sei, dass sie Zwillinge geboren hat. Desweiteren wusste Sinta nicht, in welcher Schwangerschaftswoche die Kinder zur Welt gekommen sind.

Die Situation ging mir sehr nahe. Mir schwirrten alle Risiken, die bei einer Frühgeburt bestehen, im Kopf herum. Vor allem machte ich mir Sorgen um die Erstgeborene mit Gelbsucht. Zu meiner Beruhigung hat die Familie ein sehr gutes soziales Netz, sie werden fürsorglich von der Besitzerin des Hauses und von ihren Verwandten umsorgt. Leider ist der Vater der Kinder seit der Schwangerschaft verschwunden. Sinta ist äusserst dankbar für die Unterstützung der Sport – The Bridge-Mitarbeitenden und sie weiss, dass sie von ihnen jederzeit Hilfe anfordern kann.

Nach einer Weile verliessen wir die Familie, einerseits mit einem Glücksgefühl, andererseits voller Besorgnis um die Mädchen. Ich habe mit Mesfin vereinbart, dass wir in engem Kontakt bleiben und ich sie ein weiteres Mal besuchen werde. Mesfin rief bald darauf bei Sinta an und erfuhr, dass Sinta genügend Milch hat, die beiden Mädchen sich regelmässig zum Trinken melden und auch die Kleinere mehr Energie hat. Ich war äusserst erleichtert über die erfreuliche Nachricht.

Eine Woche später folgte bereits ein weiterer Besuch von Mesfin und mir und mein Eindruck von der Familie hat sich sehr verändert. Ich habe einige Untersuchungen sowohl bei der Mutter als auch bei den Mädchen vorgenommen. Ich konnte ein schönes und gesundes Mutter-Kind-Beziehungsbild erkennen. Ein strahlendes Mami, zwei frühgeborene Mädchen, welche bereits an Gewicht zugenommen haben, sich zum Trinken melden und mit viel Liebe und Hingabe von der gesamten Familie umsorgt werden, stimmen mich positiv.

Meine Denkweise hat sich seit der Geschichte von Sinta und ihrer Familie verändert. Das Urvertrauen in die Natur und in den Mutterinstinkt helfen dabei, dass die frühgeborenen Zwillinge gesund heranwachsen, auch ohne das sofortige Eingreifen in die Mutter-Kind-Beziehung von aussen.

Desweiteren möchte ich mit dieser Geschichte aufzeigen, dass die Unterstützung durch Sport – The Bridge neben den Strassenkindern auch deren Familien zugute kommt. Eine erfolgreiche Reintegration von Abel bei seiner Schwester kam dank Sport – The Bridge zustande. Die Arbeit von Sport – The Bridge ist weitgefächert und es benötigt sehr viel Engagement, Flexibilität und psychische Belastbarkeit der Mitarbeitenden, um viele unterschiedliche Geschichten verarbeiten zu können. Grossartige Arbeit wird hier vor Ort in Addis Abeba geleistet und ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, einen Einblick in dieses Projekt zu erhalten und meine helfende Hand anbieten darf.

*Aus Datenschutzgründen wurden die Name geändert.

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Informationsveranstaltung von Sport – The Bridge

Lyliana und Fikirte, die Programmmanagerinnen des Projekts «Äthiopien – Sport baut Brücken» haben am 28.4.2015 als Teil ihres 10-tägigen Aufenthalts in der Schweiz an einem Infoanlass im Goju Kan in Bern über ihre Arbeit vor Ort in Addis Abeba berichtet. Viele Interessierte haben den Weg ins Goju Kan gefunden und aufmerksam ihren Ausführungen gelauscht.

In Äthiopien gibt es zwischen 100’000 und 200’000 Strassenkinder, zirka 50’000 bis 60’000 davon leben in Addis Abeba. Etwa 70% dieser Kinder stammen von ausserhalb von Addis Abeba. Sie tauschen ihr Zuhause meistens aus Armutsgründen, wegen Drogenmissbrauch oder sexuellem Missbrauch gegen das Leben auf der Strasse aus. In Addis Abeba kümmern sich 4 NGOs um die Probleme der Strassenkinder. Nur Sport – The Bridge arbeitet mit einem sportpädagogischen Ansatz, anhand dessen sie den Kindern soziale Fertigkeiten beibringen, die sie brauchen, um sich in die Schule und die Familie zu reintegrieren. Dies ist auch einer der Punkte, weshalb Erik Golowin, der Gastgeber an diesem Abend und ein Unterstützer der ersten Stunde, von der Arbeit vor Ort begeistert ist.

Erik Golowin erzählt, warum er STB unterstützt

Die Sportpädagogik begleitet ihn schon das ganze Leben und stellt ebenfalls einen wichtigen Berührungspunkt mit dem Projekt dar. Erik war schon oft in Addis Abeba und ist immer wieder überwältigt von dem Blumenstrauss an Emotionen, den er dort durchlebt. Er betont, dass er von einem Äthiopienbesuch jeweils voller Energie in die Schweiz zurückkehrt. «Ich erhalte dort von den Menschen etwas, das nicht greifbar ist», meint er und berichtet von dem schwierigen Umgang mit der Armut und den schönen Begegungen mit den Menschen und den kulturellen Eigenheiten.

Die Besucherinnen und Besucher nutzen an diesem Abend die Gelegenheit, Fragen an Lyliana und Fikirte zu richten. Diese geben professionell Auskunft über die Rekrutierung der Kinder, die psychologische Betreuung, über den Umgang und die Aufarbeitung von Missbrauch an den Kindern und die Wiedereingliederung in die Familien.

Zudem schildern Lyliana und Fikirte an dem Beispiel von Bruke, wie mit den Kindern gearbeitet wird. Bruke kommt aus Südäthiopien und lebte auf den Strassen von Addis Abeba.

Wenn Bruke am Morgen auf den Compound von Sport – The Bridge kommt, wäscht er sein Gesicht und seine Hände, bevor es Frühstück gibt. Bruke muss sich zuerst wieder daran gewöhnen, Frühstück zu essen, weil er das gar nicht mehr kennt. Davor spielt er Ping-Pong und Volleyball. Nach dem Frühstück wechselt Bruke seine Strassenkleider gegen Sportkleider und macht sich mit den anderen Kindern und den Sportlehrern auf zum 5 Minuten entfernten Sportplatz. Nach einiger Zeit im Projekt entdeckt das medizinische Team, dass Bruke an Tuberkulose leidet und dringend medizinische Betreuung braucht. Das Team schlägt ihm deshalb vor, die notwendige 8-monatige Behandlung unter der Aufsicht von Sport – The Bridge zu machen und während dieser Zeit das Projekt zu besuchen. Bruke entscheidet sich aber dafür, nach Hause zu seiner Grossmutter zu gehen. Also kontaktieren die Mitarbeitenden seine Grossmutter, das Spital vor Ort und organisieren Brukes Behandlung sowie die Sicherstellung seiner Ernährung und entlassen Bruke in die Obhut seiner Familie.

Hinten: Foto von Bruke mit seiner Grossmutter

Hinten: Foto von Bruke mit seiner Grossmutter

Nach etwa zwei Monaten ist ein Sozialarbeiter von Sport – The Bridge vor Ort, um einen anderen Jungen in seine Familie zu integrieren. Bei diesem Anlass nimmt er die Gelegenheit war, um nach Bruke zu sehen. Er findet heraus, dass Bruke regelmässig Tej trinkt, ein äthiopisches alkoholhaltiges Getränk. Bruke kann aber überzeugt werden, dass das für seine Genesung nicht gut ist. Die Mitarbeitenden von Sport – The Bridge bleiben auch nach diesem Besuch in Kontakt mit Bruke und rufen seine Grossmutter an, um zu erfahren, wie es ihm geht. Bis jetzt scheint sich Bruke gut zu erholen und freut sich über den Erdnussbutter, den er durch Sport – The Bridge kennen- und lieben gelernt hat.

Wir freuen uns sehr, dass Lyliana und Fikirte eine gute und arbeitsintensive Zeit in der Schweiz verbracht haben und nun gut wieder zu Hause angekommen sind.

Neighbourtalk – Neues STB-Projekt

Bericht vom Projektteam von Neighbourtalk

 

Am 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, startete Sport – The Bridge mit einem neuen Programm für Erwachsene: Neighbourtalk! (Mehr Infos zum Projekt unter: http://www.sportthebridge.ch/schweiz/neighbourtalk/).

In der offenen Atmospähre der Stadtgalerie Bern wurden über fünfzig Gespräche geführt, in denen gegenseitig Fragen gestellt und Themen diskutiert wurden. Für die anwesenden Gäste standen “Nachbarn” mit folgenden Hintergründen für einen Austausch bereit: ein Jenischer, eine Veganerin, ein Gamer, ein schwuler Vater, eine Muslima, ein Flüchtling, ein HIV-Positiver, ein Syrer und ein Banker.
Ziel der Gespräche war es, die Lebenswelt von Menschen, über die Vorurteile gängig sind, zu denen aber im alltäglichen Leben kaum Kontakte bestehen, kennen zu lernen. Wir sind überzeugt, dass persönliche Eindrücke helfen, bewusster mit eigenen Vorurteilen umzugehen und diese zu hinterfragen.

Aufgrund der grossen Nachfrage wird der nächste Neighbourtalk schon bald folgen!

Neighbourtalk 28.4.15

Neighbourtalk 28.4.15

Neighbourtalk 28.4.15

Neighbourtalk 28.4.15

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Neighbourtalk 28.4.15

Volunteers für Cooltour gesucht

Möchtest du als Volunteer beim coolsten Camp in der Schweiz mitwirken? Dazu hast du nun die Möglichkeit.

Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung gemeinsame Erlebnisse zu ermöglichen und somit Hemmungen und Vorurteile abzubauen, ist das Ziel von Cooltour. Dieses Camp wurde 2009 initiiert und wird von der Nationalen Förderorganisation Blindspot, dem Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband und PluSport Behindertensport Schweiz durchgeführt.

Das Camp findet vom 23. bis am 31. Juli in Bern statt. Die Teilnehmenden wählen ihr Programm aus einem breiten Angebot modulartig aus. Übernachten werden wir alle auf dem Zeltplatz Eichholz in Bern. Für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen sowie für die Mithilfe in der Infrastruktur suchen wir Freiwillige.

Mehr Informationen dazu findest du in diesem Flyer. Falls du interessiert bist, kannst du dich hier anmelden.

 

 

10 Jahre Sport – The Bridge Äthiopien… 10 Years Sport – The Bridge Ethiopia

English version below


Sport – The Bridge Äthiopien feierte sein 10 jähriges Bestehen

Ende Januar fanden in Addis Abeba die letzten zwei Veranstaltungen statt, um das 10 jährige Bestehen des Programms „Äthiopien – Sport baut Brücken“ zu feiern: am 29. Januar organisierte das äthiopische Team eine Panel-Diskussion über das Potential von Sport und Entwicklung und am 31. Januar fand die offizielle Abschlussfeier zum Jubiläum statt. Fazit der letzen 10 Jahre: Die Erfahrungen zeigen auf, dass Sport einen unschätzbaren Wert aufweist, um pädagogisch mit Strassenkindern zu arbeiten und als methodisches Instrument bei der Reintegration in die Familie und Schule unterstützend eingesetzt zu werden.

Panel

P1200945Der Einladung von Sport – The Bridge (STB) Äthiopien folgte eine Vielzahl von Leuten aus diversen Bereichen, um über die pädagogischen Wirkungsfelder des Sports zu diskutieren. Darunter waren Studierende der Universität von Addis Abeba sowie Vertreterinnen und Vertreter aus lokalen NGOs und Sportverbänden. Lilyana Ahmed, Gesamtleiterin des Programms, die seit 10 Jahren bei STB mitarbeitet und heute immer noch den Bereich der Familienintegration führt, eröffnete die Veranstaltung. Im Anschluss übernahm Lastawusih Tekele, Psychologe des Programms, die Moderation und führte durch den Morgen. Folgende drei Vorträge bildeten die Basis für die weiterführende Diskussion: Ein lokaler Mitarbeiter von Right to Play erzählte über die Arbeit ihrer Organisation und die zahlreichen Projekte in ganz Äthiopien und seinem Engagement, die Öffentlichkeit über das Potential des Sports aufzuklären. Stephan Zihler, Mitbegründer von STB und Verfasser des KRAFT-Modells, erzählte über den Aufbau des Vereins und die Idee hinter der sportpädagogischen Arbeit von STB. Abschliessend berichtete Yonas Mindaye über die aktuelle Umsetzung des KRAFT-Modells im Rahmen der Resozialisierungsarbeit von STB Äthiopien: Einerseits nutzen die Sportlehrer das KRAFT-Modell in Anlehnung an die vorgegebene Struktur, die aus den Themen Körper, Regeln, Akzeptanz, Fairness und Team besteht. Andererseits setzen sie das Instrument der Transfer-Gespräche im Rahmen der einzelnen Lektionen ein, um spezifische Themen zu bearbeiten. So können sie flexibel auf Probleme eingehen, denen die Kinder anhand der sich ständig verändernden Umstände auf den Strassen von Addis ausgesetzt sind.

Rund 40 Menschen nahmen an der Panel-Diskussion teil, darunter Sozialarbeiter, Sportlehrer, Soziologiestudenten so wie Vertreterinnen und Vertreter aus anderen NGOs und Regierungsbüros. Nach den erwähnten Vorträgen konnten die Teilnehmenden Fragen stellen. Während rund einer Stunde wurde über den Mehrwehrt des Sports und in welchen Bereichen das KRAFT-Modell sonst noch eingesetzt werden könnte diskutiert (Schulen, Partnerorganisationen, Gefängnisse, usw.). Zum Schluss der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden eingeladen, an einer Übung aus dem Kraft-Modell mitzumachen, um die Idee des Botschaft-Transfers partizipativ zu erleben. Diese Möglichkeit einer eigenen Erfahrung war ein gelungener Abschluss des einmaligen Events. STB war es gelungen, den Gästen die einzigartige Arbeit des Teams vor Ort zu vermitteln und sich vermehrt mit lokalen Partnern zu vernetzen.

Abschlusszeremonie

Als Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten organisierte das äthiopische Team von STB eine feierliche Veranstaltung. In verschiedenen Vorträgen wurden die Hintergründe aufgezeigt, mit Sport-Shows (Qigong, Karate, KRAFT-Lektion) die pädagogische Arbeit vorgestellt und mit Auszeichnungen den Mitarbeitenden und Partnern Wertschätzung für ihren Einsatz ausgesprochen. Ehemalige Programm-Teilnehmende führten ein Theaterstück auf, das die Integrationsarbeit von STB aufzeigte. Zudem wurde eine Foto- und Kunstaustellung installiert, die bei allen Anwesenden für Begeisterung sorgte. Es war eine inspirierende und gelungene Abschlussveranstaltung eines Programms, das von professionellen und mit Herzblut engagierten Mitarbeitenden getragen wird. Demnächst wird ein Kurzfilm veröffentlicht, in dem verschiedene Eindrücke des Jubiläumsfestes zu sehen sein werden.

Connect-Projekt von Pernova

SONY DSCSechs Vertreterinnen und Vertreter aus drei verschiedenen NGOs aus Bangladesch, deren Arbeit sich auch der Reintegration von Strassenkindern widmet, nahmen ebenfalls an den oben erwähnten Veranstaltungen teil. Die Idee des Projektes “Connect – from Addis Ababa 2 Dhaka” wurde vom Verein Pernova entwickelt und beabsichtigt einen Knowhow-Transfer zwischen lokalen NGOs aus verschiedenen armutsbetroffenen Ländern. Der Austausch zwischen den NGO-Mitarbeitenden aus Bangladesch und dem Team von STB stellte sich als gelungene Begegnung heraus und wirkte produktiv und inspirierend. Alle Beteiligten sind an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Mehr Informationen zum Projekt unter folgenden Links: http://www.pernova.ch/en/projects/connect/ oder auf Facebook: https://www.facebook.com/PernovaVerein


English Version:

Sport – The Bridge Ethiopia celebrated its 10-year anniversary

By the end of January the last two activities to celebrate the 10-years-jubilee of the programme “Ethiopia – Sport builds Bridges” took place: on January 29 the local staff of Sport – The Bridge organised a panel discussion on sport as a means of social development and on January 31 the closing ceremony to celebrate the jubilee of the programme was carried out.

The last 10 years of experience have shown that sport has a strong and unique value for the pedagogic work with street children and as a methodological tool for the reintegration into their family and school.

Panel Discussion on Sport and Development

Idea of the KRAFT-model, the sport-pedagogical tool of STBA variety of people who work in the fields of sport and/or pedagogy, as well as NGOs and governmental bodies were invited to attend the panel discussion about the positive effects of sport in context of social development. Lilyana Ahmed, programme and family integration department manager since ten years, opened the event and Lastawusih Takele, the programme’s psychologist, lead through the morning. The panel was structured by three speeches: First the Ethiopian country representative of Right to Play talked about the activities of his organisation in different parts of Ethiopia and how they use sport to deliver various messages to different beneficiaries and the public. After this Stephan Zihler, co-founder of STB and creator the sport-pedagogical KRAFT-model talked about how he built up the programme 10 years ago and how he developed the idea for the unique and effective sport-pedagogical work of STB. As third panellist Yonas Mindaye, the sport department manager of STB, talked about the use of the KRAFT-model today, how it is structured and how the sport-teacher of STB adapt it flexible to the needs of the affected children. The sport teachers follow model’s subjects like body, rule, acceptance, fairness and team, but they adapt the message transfer according to the changing circumstances.

Around 40 people attended the event, including social workers, sport teachers and sociology students, representatives from other NGOs and government officials. After the speeches the attendees discussed with the panellists the use of sport and other possible areas where the KRAFT-model can be implemented as a tool to support the personal development of children (public schools, other NGOs with different target groups, prisons, etc.). At the end of the event a KRAFT-exercise was presented in a participatory way to demonstrate the effect at first hand. In this exercise the participants could experience the important role of the message transfer in using sport as social tool and how this makes the work of STB exceptional and effective.

Closing Ceremony

For the closing ceremony the staff members created a special schedule with various sport demonstrations, speeches and an appreciation ceremony for the partners and the local staff members. A drama was played by former STB participants representing the integration work of STB. In addition, an exhibition with photos of the past ten years and artwork from project participants were arranged. It was a touching and inspiring event, realised by the dedicated and professional staff members of STB Ethiopia. For insights into the different activities, enjoy the photo gallery below. We will release a short trailer on the final celebration of the 10-year anniversary of the programme soon.

Connecting Project initiated by Pernova

A delegation of representatives from three different NGOs from Bangladesh made a visit to Ethiopia and attended the above mentioned events. They are part of the project “Connect – from Addis Ababa 2 Dhaka” initiated by the association Pernova. It aims to build up a south-to-south know-how transfer between different NGOs working with street children. It was an interesting and productive first encounter between STB and the six Bangladeshi who came to become inspired by the work of STB. For more information visit: http://www.pernova.ch/en/projects/connect/ or the Facebook-page of Pernova: https://www.facebook.com/PernovaVerein


Photo Gallery Panel Discussion


Photo Gallery 10-year anniversary

Behailus Geschichte und die Reintegration von Kindern aus ländlichen Gebieten Äthiopiens

Behailu (Bild der letztjährigen Broschüre)

Behailu (Bild der letztjährigen Broschüre)

In Äthiopien versuchen wir für jedes Kind individuelle, situationsgerechte Lösungen zu finden, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Der zunehmende Anteil von Strassenkindern in Addis Abeba, die aus ländlichen Gebieten Äthiopiens stammen, stellt uns diesbezüglich vor neue Herausforderung. Behailu (Bild rechts), der letztes Jahr in einer Broschüre von Sport – The Bridge porträtiert wurde, ist ein Beispiel dafür. Mit seiner Geschichte möchten wir die aktuellen Herausforderungen sowie allgemeine Schwierig-keiten in der Arbeit mit (Strassen)kindern aufzeigen.

Beitrag von Lilyana Ahmed, Thierry Graf und Aurelia Golowin

Hintergrund

Seit 2004 verfolgt Sport – The Bridge in Äthiopien mit dem Programm “Äthiopien – Sport baut Brücken” das Ziel der Reintegration von Strassenkindern in ihr familiäres Umfeld und die öffentliche Schule. Die maximal ein Jahr dauernde intensive Betreuung der Kinder durch unser Tagesprogramm (“Erstjahresprogramm”) stellt dabei nur den ersten Schritt dar. Die Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien werden weiterhin begleitet, um ihre neue Situation längerfristig zu stabilisieren und sie beim Meistern von alltäglichen Schwierigkeiten unterstützen zu können (“Follow-up Programm”). Für diesen Prozess ist die Zusammenarbeit mit dem familiären Umfeld ein zentrales Element, da die sozialen Umstände wichtige Einflussfaktoren für den nachhaltigen Erfolg der Integrationsarbeit darstellen.

Bedürfnisorientierter Ansatz

Zentraler Ansatz unserer Arbeit mit Strassenkindern in Äthiopien ist es, die Situation eines Kindes als Ganzes zu erfassen, um die konkreten Umstände zu verstehen und so individuelle, den Bedürfnissen jedes Kindes entsprechende Lösungen zu finden. Es existiert kein Patentrezept, um eine nachhaltige Resozialisierung zu verwirklichen, sondern es wird das methodische Ziel angestrebt, jeden Fall einzeln zu betrachten und Prozesse individuell zu gestalten. Dank den zahlreichen Erfahrungen der letzten 10 Jahre wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Massnahmen und Methoden entwickelt, die es ermöglichen, flexibel und wirkungsvoll auf einzelne Situationen einzugehen.

Veränderte Rahmenbedingungen

Seit einigen Jahren stellen wir in Addis Abeba einen zunehmenden Anteil von Strassenkindern fest, die ursprünglich aus anderen Regionen Äthiopiens stammen. Dazu gehören Kinder aus anderen Städten und solche aus ländlichen Gebieten, die ihre Familie mit der Hoffnung auf Erfolg, Reichtum, ein besseres Leben oder anderen Gründen verlassen haben und ihr Glück in Addis Abeba suchen. In der Hauptstadt angekommen, leben sie zu ihrem Schutz in einer Gruppe mit anderen Kindern und versuchen sich auf der Strasse durchzuschlagen. In Anbetracht dieser Veränderungen hat Sport – The Bridge ab 2010 das Erstjahresprogramm auch für Strassenkinder von ausserhalb zugänglich gemacht und dabei erste Erfahrungen sammeln können. In den letzten zwei Jahren hat sich der Anteil dieser Kinder so stark erhöht, dass im 2013 erstmals mehr Kinder durch Sport – The Bridge integriert wurden, die nicht aus Addis Abeba stammen.

Behailus Geschichte

Behailu, den wir in einer letztjährigen Broschüre porträtiert hatten, ist einer von ihnen. Er ist heute 11 Jahre alt und stammt aus der Stadt Hawassa, die rund 200 km von Addis Abeba entfernt ist. Nach dem Tod seiner Eltern machte er sich auf nach Addis Abeba, mit dem Ziel, seinen Lebensunterhalt selber zu verdienen, da seine Grossmutter finanziell nicht mehr für ihn aufkommen konnte. Auf den Strassen Addis Abebas kam er in Kontakt mit Sport – The Bridge und entschied sich im November 2013 in das Erstjahresprogramm einzutreten, um auf diesem Weg das Leben auf der Strasse zu verlassen und zu seiner älteren Schwester nach Hawassa zurückzukehren. Behailu besuchte fortan das tägliche Programm. Mit der Schwester wurde telefonisch Kontakt aufgenommen und geplant, dass Behailu nach Beendigung des Erstjahresprogramms durch Mitarbeitende von Sport – The Bridge zu ihr gebracht werde. Es kam jedoch anders. Eine Bekannte von Behailu, die er von seiner Arbeit her – als Haushaltshilfe an den Wochenenden – kannte, hatte ihm ohne vorgängige Absprache mit Sport – The Bridge den Bus nach Hawassa bezahlt und ihm zusätzlich etwas Geld mitgegeben. Somit fuhr Behailu im August 2014 selbständig nach Hawassa und Sport – The Bridge wurde telefonisch von der Schwester darüber informiert, dass er nun bei ihr sei.

Behailu & Mitarbeiterin im Familiendepartement, Sintayehu Fikru (2014)

Behailu & Mitarbeiterin im Familiendepartement, Sintayehu Fikru (2014)

Obwohl Behailu gut von seiner Schwester und dem weiteren Umfeld empfangen wurde und ihm seine Schwester für die Regenzeit einen Platz in einer Übergangsschule organisiert hatte, um ihn auf das neue Schuljahr in der öffentlichen Schule vorzubereiten, war diese neue Situation nicht beständig. Rund zwei Monate später ging Behailu wieder von seiner Schwester weg und kehrte auf die Strassen von Addis Abeba zurück, wo er von den Mitarbeitenden von Sport – The Bridge gesehen und angesprochen wurde. Als Grund für seine Rückkehr zum Leben auf der Strasse gab er an, dass er seiner Schwester eine kleinere Menge Geld anvertraut habe, das sie gemäss ihren eigenen Angaben angeblich verloren hätte. Die zuständigen Mitarbeitenden interpretieren dies als unmittelbaren Vorwand, vermuten den wahren Grund jedoch darin, dass Behailu den Verlockungen des Lebens auf der Strasse nicht widerstehen konnte und bereits einen hohen Grad an Selbstständigkeit und Autonomie erreicht hatte. Obwohl Behailu gemäss eigenen Aussagen einsieht, dass das Leben bei seiner Schwester den Zugang zur Schule und einem geregelteren Leben ermöglicht, stellt es für ihn auch den mühsameren und anspruchsvolleren Weg dar als das Leben auf der Strasse. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der Einfluss und die Abhängigkeiten von Substanzen, wie z.B. das Schnüffeln von Leim, was bei Behailu der Fall ist. Obwohl er selber sagt, dass er in Zukunft wieder zu seiner Schwester zurückkehren möchte und ihm Sport – The Bridge dafür bereits mehrmals wieder Unterstützung angeboten hat, lebt Behailu heute nach wie vor auf den Strassen von Addis Abeba und ist bis heute (noch) nicht bei Sport – The Bridge aufgetaucht.

Neue Herausforderungen

Die veränderten Umstände auf den Strassen Addis Abebas stellt das Strassenkinder-Programm von Sport – The Bridge, welches ursprünglich auf Kinder aus Addis Abeba ausgerichtet war, vor neue Herausforderungen. Die Geschichte von Behailu zeigt exemplarisch auf, wo Handlungsbedarf besteht, um bestehende Prozesse zu optimieren und allenfalls neue Massnahmen auszuarbeiten. Im Vergleich mit den Kindern aus Addis Abeba können momentan für die Kinder von ausserhalb nicht dieselben umfassenden Leistungen angeboten werden. Einerseits kann mit Familien aus entfernteren Regionen nicht eng zusammengearbeitet werden, um sie in den Reintegrationsprozess zu involvieren und andererseits können die Kinder und Jugendlichen nicht von einer Nachbetreuung profitieren. Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Zielgruppe stellen uns somit hinsichtlich der Ausrichtung und der Ausgestaltung der konkreten Leistungen unseres Programms vor offene Fragen: Wie kann in jedem Fall ein Austausch mit Familienangehörigen sichergestellt werden? Wie können diese Familien in den Resozialisierungsprozess einbezogen werden? Welche Möglichkeiten gibt es, auch den Kindern, die nicht aus Addis Abeba stammen, eine Nachbetreuung zu bieten? Auch hier gibt es keine Patentlösung, doch das Team in Äthiopien ist gewillt, sich dieser Herausforderung zu stellen. Momentan werden erste Ideen gesammelt, um Massnahmen auszuarbeiten, so dass noch im 2015 Pilotprojekte starten können, die auch für diese Kinder eine vergleichbar nachhaltige Lösung anstreben, wie für diejenigen aus Addis Abeba.

Wir sind überzeugt, dass die langjährige Erfahrung und international hoch geschätzte Expertise des lokalen Teams eine hervorragende Ausgangslage darstellen, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

Januar 2015

 

Moïra’s Garden Project RECAP

The garden project initiated and lead by Moïra, one of the current Swiss trainees at STB in Ethiopia, successfully came to an end. Currently, children and staff are collecting the vegetables in order to prepare them for a celebration to be held on coming Friday.

Find below a movie summarizing the work process which lasted several months and giving insights to the convincing results of this exciting project.

 

2014 – STB Ethiopia in retrospect

Written by: Lastawsh Takele (psychologist), Behailu Jemal (sport teacher), Lilyana Ahmed (program manager)

10th anniversary opening ceremony (June2, 2014)

10th anniversary opening ceremony (June 2, 2014)

Time is running fast! It is December now and somehow hard to realize that again 12 months have passed by with experiencing a lot of hardship of street children on a daily basis. Just as in previous times, also this year many activities have been accomplished within STB Ethiopia. However, what makes this year special is the 10th anniversary of the program. Thanks to the founders and other significant figures, the association has reached a lot of success in the process of rehabilitating street children and their respective families.

Since the beginning in 2004 until today, STB Ethiopia has been able to reach about 1’000 street children. Considering the difficult nature of the work and the limited capacity of the organization, this number implies a remarkable achievement. Throughout this year’s October, 108 children were recruited, out of which we work with 40 children and their families closely today. More than 90% out of these children originally come from countryside regions and the smaller amount (less than 10%) come from Addis Ababa.

Opening ceremony 10th anniversary  (June 2,2014), from left: Lilyana Ahmed (Family Department), Yonas Mindaye (Sport Department), Elsabeth Sisay (Nutrition Department) and  Sr. Aelefech Nigussie

Opening ceremony 10th anniversary (June 2, 2014), from left: Lilyana Ahmed (Family Department), Yonas Mindaye (Sport Department), Elsabeth Sisay (Nutrition Department) and Sr. Aelefech Nigussie (Nurse)

In June the 10th anniversary celebration of the program was launched and since then STB was engaging in different activities to celebrate the achievements of the past decade, for which all staff members have been generating ideas. To put these ideas into practice, 4 working groups have been established to prepare and start the implementation of concrete actions and events around the 10th anniversary:

  • In total 200 people celebrated the occasion of the annual school closing in August, among them older STB children, school children (follow-up program participants) and all staff.
  • In October the staff did their annual retreat in remembering the jubilee.
  • Recently, on 1st of November, an event was carried out for the neighboring community:  Neighbors were invited for a drama play and a show of the STB girls who practice karate. The event also comprised a photo and drawing exhibition and older successful beneficiaries were interviewed. Furthermore leaflets about STB were distributed to the guests, who were also given the opportunity to write suggestions. “I did not know well how you support the children in the center, today I have realized that you offer an integrated and wholesome service, I am very impressed about your work” one interviewed guest said.
  • Last but not the least an activity, which will be realized soon in relation with the anniversary, is an educational tour with the school follow-up children. In this context the youths have the possibility to visit museums, monuments and get insights into specific working fields. All these activities will be guided and monitored by the STB staff.

Ahead of us, we remain with two main activities related to the 10th anniversary of STB. One is a panel discussion on 29th of January 2015 on sport as a means of social development. Social workers, sport teachers and sociology students from Addis Ababa University and other NGOs who work with children will attend the panel discussion. The speakers will be experts from STB and other NGOs who are doing social work through sport. The last event related to the jubilee will be on 31st of January, when the final closing ceremony of the 10th anniversary will be held. On this day, there will be different activities and speeches by invited guests and representatives of STB Ethiopia and Switzerland. In addition to that, STB kids will perform another drama play and recognition certificates will be presented to the partners. For this last ceremonial event we are currently inviting representative partner organizations from government offices, NGOs and schools, former STB staff members, STB children and their families.

STB also wants to use the celebration to recapitulate 10 years of experience that have shown, that sport can be a valuable tool to understand street children, provide them with necessary support and teach social skills. In the face of those achievements we would like to thank our current supporters and invite future supporters to become a part of our efforts.