STB Newsletter August 2013

Liebe Interessierte

Hiermit präsentieren wir Euch den zweiten Newsletter dieses Jahres. Einleitend erzählt uns Thierry Graf über seine Erfahrungen am diesjährigen Cooltour, einem Sommerlager für Kinder und Jugendliche, an welchem Sport – The Bridge seit der ersten Durchführung mit dabei ist. Ein Bericht des diesjährigen Sport – The Bridge Gigathlon Teams gibt einen weiteren Einblick in die vielseitigen Vereinsaktivitäten in der Schweiz. Von Yonas Mindaye erfahren wir mehr aus dem Programm in Äthiopien: Er berichtet über den Fussball im Rahmen des Clubsystem und die Teilnahme des Sport – The Bridge Teams an den regionalen Meisterschaften in Addis Abeba. Am Schluss findet Ihr Informationen und Anregungen zum aktuellen Spendenbarometer. Durch den Wegfall einer unserer wichtigsten institutionellen Geldgeber stehen wir zurzeit unter erhöhtem finanziellen Druck, um die Realisierung unserer Projekte weiterhin gewährleisten zu können. Aus diesem Grund sind wir auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen: Ob Hochzeits- oder Geburtstagsspenden, Aktionen in Unternehmen oder sonstige Ideen – wir sind dankbar für jeden Beitrag, der mithilft, das Programm in Äthiopien zu sichern und Strassenkindern in Addis Abeba auch künftig eine Chance zu ermöglichen.

Viel Spass beim Lesen!

Hier der Link zum Download des Newsletters:  STB_NL_2-2013

Unser Schweiss hat seinen Preis!

Einmal mehr steht am 6. Juli ein Sport – The Bridge – Team am Gigathlon in Chur am Start. Angeführt vom äthiopischen Spitzenläufer Tolossa Chengere und dem Handbiker Tobias Fankhauser, Silbermedaillengewinner an den Paralympics in London,  legt das Team nicht nur 1’057 Kilometer und 18’600 Höhenmeter in sechs Tagen bis nach Lausanne zurück, sondern sammelt mit den Trainingskilometern auch Geld für unser Programm in Addis Abeba.

Sponsern Sie unsere Trainingsstunden nach dem Motto „Unser Schweiss hat seinen Preis“!

Wir beginnen am 1. April, die Trainingsstunden zu zählen und werden natürlich durch grosse Einsätze zusätzlich motiviert. Den Trainingsstand, die Mitglieder des Teams sowie alles weitere zum Engagement von Sport – The Bridge am Gigathlon 2013, erfahren Sie auf www.sportthebridge.ch/schweiz/gigathlon/. Auch Fixbeträge sind willkommen. Das so gesammelte Geld kommt vollumfänglich dem Projekt in Addis Abeba zugute.

Weitere Informationen zum Gigathlon unter: www.gigathlon.ch

Für mehr Informationen, melden Sie sich bei Angelika Koprio: koprio@sportthebridge.ch

Herzliche Gratulation unserem Team of 5

Das Sport-The Bridge Team of 5 hat alles gegeben und in 24:46:00 h den beachtlichen 440. Rang erreicht (von über 900 Teams). Bravo!

Wie auch beim Gigathlon Ethiopia stand der Spass und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Die fünf AthletInnen waren sich im Ziel einig, dass es ein einzigartiges Erlebnis war, beim Abenteuer Gigathlon dabei zu sein und sich damit auch für die Kinder des Sport – The Bridge – Programms in Addia Abeba einzusetzen. Sport - The Bridge - Team of five

Der Einsatz unseres Teams wäre ohne die enge Zusammenarbeit mit tollen Partnern nicht möglich gewesen. Sport – The Bridge bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei:

Swiss Olympic, Ittigen

Schaller Radrennsport, Bern

Tempo-Sport AG, Thalwil

Copy Quick, Thun

Team Sport – The Bridge am Gigathlon

In 3 Tagen haben wir mit dem Team „Sport – The Bridge“ erlebt, was der Gigathlon bedeutet. Mehrere Tausend SportlerInnen entfliehen dem Alltag und begeben sich in die Sphären des Gigathlon. Bei sonnigem Wetter und grosser Hitze gings mit viel Schweiss auf die einzelnen Etappen, welche wir erfreulicherweise deutlich schneller als „geplant“ zurücklegten. Die Stimmung unterwegs war sehr gut, immer wieder wurde man nach dem befinden befragt und angefeuert. In den Wechselzonen hatte man das Gefühl, an der Tour de France oder am New York Marathon zu sein. Das gute Wetter hielt bis am Sonntag Abend Magueressa auf die letzte Laufetappe ging. Der gemeinsame Zieleinlauf fand dann im strömenden Gewitterregen statt. Müde, aber voller guter Erinnerungen und Momente gings dann wieder heim und zurück in den Alltag.
Um möglichst vielen Strassenkindern in Addis Abeba ein ähnliches Erlebnis zu ermöglichen haben hoffen wir natürlich, dass wir von vielen Leuten gesponsert wurden. Wir haben schliesslich zur Vorbreitung als Team insgesamt rund 3’200 km trainiert. Unsere Rennzeit betrug 20 h 46 min.

Gigathlon Ethiopia

Fotos vom Gigathlon Ethiopia, mit dabei Haile Gebrselassie!

Gigathlon Ethiopia

Während die Gigathleten in der Schweiz noch auf den Startschuss warten ist dieser am Gigtahlon in Äthiopien bereits gefallen. Am 13. Juni nahmen über 1000 Kinder mit grosser Freude an diesem für sie speziellen Anlass teil. Es war ein grosser Erfolg. Sogar Haile Gebrselassie, wohl der bekannteste äthiopische Läufer, kam zu Besuch!

Marion, welche im Rahmen ihres Praktikums den Gigathlon Ethiopia zusammen mit Addisu Seifu organisierte:

“De Haile isch au suuuuper gsi! Er isch wirklich sehr e sympathische und eifache mensch. Er isch cho& hed mit de chind tanzed und e super asprach gha, woner de schwerpunkt uf d’relevanz vo schuelbildig gleit hed und d’chind versuecht hed z’motiviere, dass sie oepis us ihrem lebe mached.”

Bei einem solchen hohen Besuch strahlten all die Schul- und Strassenkinderaugen und sie waren stolz, die vier Disziplinen des Gigathlon Ethiopia unter Anfeuerungsrufen von Haile zu absolvieren!

Fotos sowie ein ausführlicheren Bericht zum Gigtahlon Ethiopia werden folgen.

“Sport – The Bridge” – Team of five am Gigathlon

Wir sind das “Sport  -The Bridge” – Team of five am Gigathlon 2009:

Gaudenz Koprio: "Ich werde kreuz und quer und rauf und runter radeln!"

Gaudenz Koprio: “Ich werde kreuz und quer und rauf und runter radeln!”

 

Caroline Gehring: "Ich werde meine Schuhe rollen lassen!"

Caroline Gehring: “Ich werde meine Schuhe rollen lassen!”

 
Magueressa Mitiku: "Ich werde mir die Füsse wund laufen!"

Magueressa Mitiku: “Ich werde mir die Füsse wund laufen!”

 
Benno Steiner: "Ich werde mich auf zwei schnellen neuen Rädern abstrampeln!"

Benno Steiner: “Ich werde mich auf zwei schnellen neuen Rädern abstrampeln!”

 

Angelika Koprio: "Ich werde mich mit den Fischen im Bodensee messen!"

Angelika Koprio: “Ich werde mich mit den Fischen im Bodensee messen!”

Wir 5 freuen uns riesig auf den Gigathlon 2009! Wir laufen, paddeln und rollen für unser Strassenkinderprojekt in Addis Abeba. Mit Sponsorenbeiträgen wollen wir die Kinder des Projekts “Ethiopia – Sport baut Brücken” unterstützen und den “Gigathlon Ethiopia” ermöglichen. Deshalb der Aufruf an alle: Unterstützt unser Team mit einem Sponsoringbeitrag!
Das Sponsoringkonzept funktioniert folgendermassen:
1. Man bezahlt pro Trainingskilometer, der seit April zurückgelegt worden ist, einen oder mehrere Rappen. Natürlich ist das nicht nachprüfbar, aber es wird sich um ca. 5000 bis 6000 Kilometer handeln.
2. Man bezahlt pro am Gigathlon zurückgelegte Stunde beispielsweise 10 Franken. Das würde bei einer Endzeit von 21:20:09 210 Franken machen. Das Team wird zwischen 23 und 30 Stunden unterwegs sein.
3. Oder man überweist ganz einfach einen Betrag auf folgendes Konto (mit dem Vermerk Gigathlon):
Berner Kantonalbank, 3001 Bern
PC: 30-106-9 BLZ: 790
Kto: 42/3.931.939.45
Sport – The Bridge
Bern
Weitere Infos zu Sport –  The Bridge am Gigathlon 2009 gibt es auf www.sportthebridge.ch/gigathlon.
Schon im voraus möchten wir uns für eure Hilfe ganz herzlich bedanken!
Gaudi, Caro, Magueressa, Benno, Angelika

 

Haile: Von der Strasse an den Gigathlon Ethiopia (Teil 1)

Haile’s Weg zu „Sport – The Bridge“ 

Haile lebt seit über drei Jahren auf den Strassen von Addis Abeba. Er schläft immer am selben Ort zusammen mit vier anderen Kindern. Sie liegen eng nebeneinande nahe einer Mauer, um sich gegenseitig warm zu geben. Während Haile, eingewickelt in eine bis übers Gesicht gezogene dünne Decke, tief schläft, erwacht die Stadt langsam. Erste Passanten eilen an ihm vorbei. Doch keiner von ihnen beachtet die Gruppe von Kindern am Boden.

Haile ist so müde, dass er davon nichts mitbekommt. Da es so kalt war in der Nacht, hat er nicht viel geschlafen, sondern ist mit seinen Freunden bis spät in die Nacht hinein in den Strassen herum gestreunt und hat sich erst früh morgens hingelegt.

Plötzlich reisst ihn jemand aus dem Schlaf. Eine fremde Person klopft ihm auf die Schulter, stellt sich vor und möchte ihm einige Fragen stellen. Sich den Schlaf aus den Augen reibend setzt sich Haile hin und hört zu. Der Mann arbeitet in einer NGO mit dem Namen „Sport – The Bridge“. Diese Organisation hilft Strassenkinder, wieder zurück zu ihren Familien zu gehen. . Der fremde Mann fragt ihn nach seiner Familie und wieso er auf der Strasse sei. Er bietet ihm an, am Morgen um 9.00 nach auf das grosse Feld (Jan Meda) von Sport The Bridge zu kommen

Haile hat bereits von dieser Organisation gehört. Es hat sich herumgesprochen, dass man sagen müsse, man hätte noch Eltern. Ansonsten habe man keine Chance, in diese NGO zu kommen. So erzählt Haile dem Mitarbeiter von „Sport – The Bridge“ von seiner Mutter und dass sie in einem kleinen Haus mit nur einem Zimmer am Stadtrand wohne. Heile fährt weiter, dass er sich das Haus mit seiner Mutter und seinen vier Geschwistern teilen musste. Wieso, dass er aber von zu Hause weg ging, verschweigt er. Alles muss er diesem Mann ja sicher nicht erzählen.

Haile hat bereits viele ERfahrungen mit NGOs gemacht, er ist aber in keiner lange geblieben. Jedes Mal gab es etwas, das ihm nicht passte und so landete er immer wieder auf der Strasse. Trotzdem möchte er zu Sport – The Bridge gehen. Er hegt die Hoffnung, dass er dort Essen und Kleider erhält. Zudem hat er vernommen, dass man in dieser Organisation viel Fussballspielen kann. Fussball ist seine Lieblingsbeschäftigung.

 

Haile entdeckt Jan Meda

Noch etwas müde, mit schmutzigen Kleidern und ohne Schuhe betritt Haile das „Sport – The Bridge“ (STB) Gelände auf Jan Meda. Es herrscht bereits heitere Stimmung. Einige Kinder spielen auf einem Sportfeld, andere warten plaudernd auf das Frühstück. Haile hatte eine kurze Nacht und kennt niemanden. Er setzt sich ruhig auf eine Bank und beobachtet das Geschehen.

Es dauert nicht lange bis zum Frühstück gerufen wird. Unter einem Wellblechdach sitzen die rund 60 Kinder und verschlingen ihre Brötchen und Bananen. Kurz danach wird Haile vom Sportlehrer Tameru eingeführt und es werden ihm frische Kleider für den Sportunterricht gegeben. Schon bald wird ihm bewusst, dass er hier einige Regeln zu befolgen hat. Sei es im Sportunterricht, im Umgang mit den anderen Kindern und den Lehrern oder in der Körperhygiene. Bei STB bekommt er ausser den Mahlzeiten keine Naturalien und auch keine Schlafgelegenheit zur Verfügung gestellt.

Das bedeutet, dass er jeden Abend zurück auf die Strasse gehen und sich jeden Morgen von Neuem entscheiden muss, ob er nach Jan Meda gehen möchte.

Vielen Kindern ist der Eigenaufwand zu gross und sie kommen schon nach einigen Tagen nicht mehr ins Projekt. Es ist nicht das, was sie erwartet haben. Die Kinder müssen bereit sein, selber etwas dazu beizutragen, um ihr Leben zu ändern.

 

Das Training

Haile fühlt sich bei „Sport – The Bridge“ (STB) wohl. Hier kann er nämlich jeden Tag seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen – dem Sport. Fussball ist seine Leidenschaft, die Kicker der Championsleague sind seine grossen Vorbilder.

Bei „Sport – The Bridge“ gibt es jeden Morgen eine KRAFT-Lektion mit einem pädagogischen Ziel, wie beispielsweise Vertrauen oder Fairness aufbauen. Am Nachmittag dürfen die Kinder jeweils zwischen verschiedenen Sportarten, wie zum Beispiel Basketball, Karate, Jonglieren oder Fussball auswählen. Heile findet es grossartig, täglich mit gleichaltrigen Kindern Sport treiben zu können.

Die Stimmung auf dem Compound kann allerdings auch schwanken. Nach einer anstrengenden Nacht mit wenig Schlaf auf den Strassen von Addis Abeba, kommen einige Kinder sehr müde und gereizt zu STB. Ein falscher Blick genügt und die Situation eskaliert. Nicht selten müssen durch fliegende Steine verursachte Kopfwunden behandelt werden. Doch auch durch den Sport verursachte Schürfungen und geknickte Füsse gehören zur Tagesordnung.

Haile schüchtert dies allerdings nicht ein. Er ist sich das raue Leben von der Strasse gewohnt. Bei STB möchte er einfach nur Sport machen und die Strasse für einige Stunden vergessen. Dass er dabei viele Sozialkompetenzen erwirbt, ist ihm gar nicht bewusst.

 

Bald geht’s in einem nächsten Blog weiter!

Sport-The Bridge goes Gigathlon

Der Gigathlon-Cowntdown läuft. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – sowohl in Äthiopien wie auch in der Schweiz! Die “Timeless Moments” des Gigathlon 09 können beginnen.

Bereits in 3 Tagen – am 13. Juni – findet der Gigathlon Ethiopia in Addis Abeba statt. Der Gigathlon Ethiopia richtet sich an 1000 Strassenkinder sowie Kinder aus geregelten Verhältnissen in Addis Abeba. Er stellt eine Plattform dar, um die Thematik der Strassenkinder in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Kinder aus verschiedenen Gesellschaftsschichten nehmen gemeinsam an einem aussergewöhnlichen Sportanlass teil. Es geht dabei nicht ums Gewinnen, sondern um das gemeinsame Erlebnis und das Recht von Kindern aufs Spielen. Mit dem Anlass wird in Äthiopien ein Zeichen gesetzt. Die Kinder werden  einen unvergesslichen Tag erleben, an dem sie vier an äthiopische Verhältnisse angepasste Disziplinen absolvierten. Mehr dazu bald direkt aus Äthiopien!

Ein herzliches Toi, toi, toi nach Addis! Viel Glück und Spass allen Kindern und viel Energiae an Marion und allen Mitorganisatoren für die letzten Vorbereitungen!

Auch in der Schweiz ist es in gut drei Wochen soweit.  STB schickt in St. Gallen ein Team of five an den Start und ist während den drei Gigathlontagen vom 3. bis 5. Juli im Partnerpark mit einem Stand präsent. Unser Sport- wie auch unser Stand-Team sind seit vorgestern komplett.  Wir wollen den anderen Athleten und Athletinnen zeigen, wie Sport – The Bridge in Äthiopien tätig ist und was mit den Spenden geschieht.

Das Ziel des STB-Team of five ist natürlich einerseits, alle Strecken heil zu überstehen und gut ins Ziel zu kommen, andererseits und vor allem, geht es uns darum, als BotschafterInnen von STB dabei zu sein und möglichst viel Sponsorengelder für das Projekt “Äthiopien – Sport baut Brücken” hereinzuholen!

Jeder Beitrag zählt für die erfolgreiche Weiterarbeit im Projekt und weitere  Durchführungen des “Gigathlon Ethiopia”. Wir freuen uns riesig über eure Unterstützung!

Mehr zu Sport – The Bridge am Gigathlon und wie ihr etwas beitragen könnt, findet ihr auf www.sportthebridge.ch/gigathlon.

Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an die Swiss Olympic Association, mit der  Sport – The Bridge seit drei Jahren dieser grossartige Sportanlass – der Gigathlon – verbindet. Sport – The Bridge freut sich ausserordentlich und ist stolz, auch 2009 beim Erlebnis Gigathlon dabei zu sein und den Spirit in die Welt hinauszutragen!

Angelika