Einblicke ins Programm „Äthiopien – Sport baut Brücken“

STB_Einladung_Infoanlass_2015

Im April besuchen Lilyana und Fikirte, die Leiterinnen des Strassenkinder-Programms von Sport – The Bridge Äthiopien, die Schweiz. Im Rahmen einer Informations-Veranstaltung werden die Beiden über den Alltag von Sport – The Bridge und die aktuellen Herausforderungen bei der Arbeit mit Strassenkindern erzählen. Danach werden verschiedene Erfahrungsberichte geteilt, um schliesslich die Diskussion für das Publikum zu öffnen. Der Anlass findet in Englisch und Deutsch statt (Übersetzung wird sichergestellt) und wird in den Räumen der Kampfkunstschule Goju Kan Bern durchgeführt, mit der Sport – The Bridge eine langjährige Partnerschaft verbindet.

Im Anschluss gibt es ein Apero und die Möglichkeit zum Austausch mit Lilyana und Fikirte sowie aktiven Mitgliedern von Sport – The Bridge Schweiz.

  • Datum: Dienstag, 28. April 2015
  • Zeit: Einlass 18.30 Uhr, Start 19.00 Uhr (Dauer ca. 30 Min.)
  • Ort: Kampfkunstschule Goju Kan Bern (Gutenbergstrasse 14, 3007 Bern, Eingang hinter dem Haus)

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Damit wir abschätzen können, wie viele Leute kommen, sind wir froh um Anmeldung unter info@sportthebridge.ch (bis am 27. April). Danke!

 

Weg vom Bahnhof zum Veranstaltungsort

Weg vom Bahnhof zum Veranstaltungsort
A = Hauptausgang Bhf.
B = Ausgang Welle Bhf.
C = Goju Kan Bern

10 Jahre Sport – The Bridge Äthiopien… 10 Years Sport – The Bridge Ethiopia

English version below


Sport – The Bridge Äthiopien feierte sein 10 jähriges Bestehen

Ende Januar fanden in Addis Abeba die letzten zwei Veranstaltungen statt, um das 10 jährige Bestehen des Programms „Äthiopien – Sport baut Brücken“ zu feiern: am 29. Januar organisierte das äthiopische Team eine Panel-Diskussion über das Potential von Sport und Entwicklung und am 31. Januar fand die offizielle Abschlussfeier zum Jubiläum statt. Fazit der letzen 10 Jahre: Die Erfahrungen zeigen auf, dass Sport einen unschätzbaren Wert aufweist, um pädagogisch mit Strassenkindern zu arbeiten und als methodisches Instrument bei der Reintegration in die Familie und Schule unterstützend eingesetzt zu werden.

Panel

P1200945Der Einladung von Sport – The Bridge (STB) Äthiopien folgte eine Vielzahl von Leuten aus diversen Bereichen, um über die pädagogischen Wirkungsfelder des Sports zu diskutieren. Darunter waren Studierende der Universität von Addis Abeba sowie Vertreterinnen und Vertreter aus lokalen NGOs und Sportverbänden. Lilyana Ahmed, Gesamtleiterin des Programms, die seit 10 Jahren bei STB mitarbeitet und heute immer noch den Bereich der Familienintegration führt, eröffnete die Veranstaltung. Im Anschluss übernahm Lastawusih Tekele, Psychologe des Programms, die Moderation und führte durch den Morgen. Folgende drei Vorträge bildeten die Basis für die weiterführende Diskussion: Ein lokaler Mitarbeiter von Right to Play erzählte über die Arbeit ihrer Organisation und die zahlreichen Projekte in ganz Äthiopien und seinem Engagement, die Öffentlichkeit über das Potential des Sports aufzuklären. Stephan Zihler, Mitbegründer von STB und Verfasser des KRAFT-Modells, erzählte über den Aufbau des Vereins und die Idee hinter der sportpädagogischen Arbeit von STB. Abschliessend berichtete Yonas Mindaye über die aktuelle Umsetzung des KRAFT-Modells im Rahmen der Resozialisierungsarbeit von STB Äthiopien: Einerseits nutzen die Sportlehrer das KRAFT-Modell in Anlehnung an die vorgegebene Struktur, die aus den Themen Körper, Regeln, Akzeptanz, Fairness und Team besteht. Andererseits setzen sie das Instrument der Transfer-Gespräche im Rahmen der einzelnen Lektionen ein, um spezifische Themen zu bearbeiten. So können sie flexibel auf Probleme eingehen, denen die Kinder anhand der sich ständig verändernden Umstände auf den Strassen von Addis ausgesetzt sind.

Rund 40 Menschen nahmen an der Panel-Diskussion teil, darunter Sozialarbeiter, Sportlehrer, Soziologiestudenten so wie Vertreterinnen und Vertreter aus anderen NGOs und Regierungsbüros. Nach den erwähnten Vorträgen konnten die Teilnehmenden Fragen stellen. Während rund einer Stunde wurde über den Mehrwehrt des Sports und in welchen Bereichen das KRAFT-Modell sonst noch eingesetzt werden könnte diskutiert (Schulen, Partnerorganisationen, Gefängnisse, usw.). Zum Schluss der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden eingeladen, an einer Übung aus dem Kraft-Modell mitzumachen, um die Idee des Botschaft-Transfers partizipativ zu erleben. Diese Möglichkeit einer eigenen Erfahrung war ein gelungener Abschluss des einmaligen Events. STB war es gelungen, den Gästen die einzigartige Arbeit des Teams vor Ort zu vermitteln und sich vermehrt mit lokalen Partnern zu vernetzen.

Abschlusszeremonie

Als Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten organisierte das äthiopische Team von STB eine feierliche Veranstaltung. In verschiedenen Vorträgen wurden die Hintergründe aufgezeigt, mit Sport-Shows (Qigong, Karate, KRAFT-Lektion) die pädagogische Arbeit vorgestellt und mit Auszeichnungen den Mitarbeitenden und Partnern Wertschätzung für ihren Einsatz ausgesprochen. Ehemalige Programm-Teilnehmende führten ein Theaterstück auf, das die Integrationsarbeit von STB aufzeigte. Zudem wurde eine Foto- und Kunstaustellung installiert, die bei allen Anwesenden für Begeisterung sorgte. Es war eine inspirierende und gelungene Abschlussveranstaltung eines Programms, das von professionellen und mit Herzblut engagierten Mitarbeitenden getragen wird. Demnächst wird ein Kurzfilm veröffentlicht, in dem verschiedene Eindrücke des Jubiläumsfestes zu sehen sein werden.

Connect-Projekt von Pernova

SONY DSCSechs Vertreterinnen und Vertreter aus drei verschiedenen NGOs aus Bangladesch, deren Arbeit sich auch der Reintegration von Strassenkindern widmet, nahmen ebenfalls an den oben erwähnten Veranstaltungen teil. Die Idee des Projektes “Connect – from Addis Ababa 2 Dhaka” wurde vom Verein Pernova entwickelt und beabsichtigt einen Knowhow-Transfer zwischen lokalen NGOs aus verschiedenen armutsbetroffenen Ländern. Der Austausch zwischen den NGO-Mitarbeitenden aus Bangladesch und dem Team von STB stellte sich als gelungene Begegnung heraus und wirkte produktiv und inspirierend. Alle Beteiligten sind an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Mehr Informationen zum Projekt unter folgenden Links: http://www.pernova.ch/en/projects/connect/ oder auf Facebook: https://www.facebook.com/PernovaVerein


English Version:

Sport – The Bridge Ethiopia celebrated its 10-year anniversary

By the end of January the last two activities to celebrate the 10-years-jubilee of the programme “Ethiopia – Sport builds Bridges” took place: on January 29 the local staff of Sport – The Bridge organised a panel discussion on sport as a means of social development and on January 31 the closing ceremony to celebrate the jubilee of the programme was carried out.

The last 10 years of experience have shown that sport has a strong and unique value for the pedagogic work with street children and as a methodological tool for the reintegration into their family and school.

Panel Discussion on Sport and Development

Idea of the KRAFT-model, the sport-pedagogical tool of STBA variety of people who work in the fields of sport and/or pedagogy, as well as NGOs and governmental bodies were invited to attend the panel discussion about the positive effects of sport in context of social development. Lilyana Ahmed, programme and family integration department manager since ten years, opened the event and Lastawusih Takele, the programme’s psychologist, lead through the morning. The panel was structured by three speeches: First the Ethiopian country representative of Right to Play talked about the activities of his organisation in different parts of Ethiopia and how they use sport to deliver various messages to different beneficiaries and the public. After this Stephan Zihler, co-founder of STB and creator the sport-pedagogical KRAFT-model talked about how he built up the programme 10 years ago and how he developed the idea for the unique and effective sport-pedagogical work of STB. As third panellist Yonas Mindaye, the sport department manager of STB, talked about the use of the KRAFT-model today, how it is structured and how the sport-teacher of STB adapt it flexible to the needs of the affected children. The sport teachers follow model’s subjects like body, rule, acceptance, fairness and team, but they adapt the message transfer according to the changing circumstances.

Around 40 people attended the event, including social workers, sport teachers and sociology students, representatives from other NGOs and government officials. After the speeches the attendees discussed with the panellists the use of sport and other possible areas where the KRAFT-model can be implemented as a tool to support the personal development of children (public schools, other NGOs with different target groups, prisons, etc.). At the end of the event a KRAFT-exercise was presented in a participatory way to demonstrate the effect at first hand. In this exercise the participants could experience the important role of the message transfer in using sport as social tool and how this makes the work of STB exceptional and effective.

Closing Ceremony

For the closing ceremony the staff members created a special schedule with various sport demonstrations, speeches and an appreciation ceremony for the partners and the local staff members. A drama was played by former STB participants representing the integration work of STB. In addition, an exhibition with photos of the past ten years and artwork from project participants were arranged. It was a touching and inspiring event, realised by the dedicated and professional staff members of STB Ethiopia. For insights into the different activities, enjoy the photo gallery below. We will release a short trailer on the final celebration of the 10-year anniversary of the programme soon.

Connecting Project initiated by Pernova

A delegation of representatives from three different NGOs from Bangladesh made a visit to Ethiopia and attended the above mentioned events. They are part of the project “Connect – from Addis Ababa 2 Dhaka” initiated by the association Pernova. It aims to build up a south-to-south know-how transfer between different NGOs working with street children. It was an interesting and productive first encounter between STB and the six Bangladeshi who came to become inspired by the work of STB. For more information visit: http://www.pernova.ch/en/projects/connect/ or the Facebook-page of Pernova: https://www.facebook.com/PernovaVerein


Photo Gallery Panel Discussion


Photo Gallery 10-year anniversary

Behailus Geschichte und die Reintegration von Kindern aus ländlichen Gebieten Äthiopiens

Behailu (Bild der letztjährigen Broschüre)

Behailu (Bild der letztjährigen Broschüre)

In Äthiopien versuchen wir für jedes Kind individuelle, situationsgerechte Lösungen zu finden, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Der zunehmende Anteil von Strassenkindern in Addis Abeba, die aus ländlichen Gebieten Äthiopiens stammen, stellt uns diesbezüglich vor neue Herausforderung. Behailu (Bild rechts), der letztes Jahr in einer Broschüre von Sport – The Bridge porträtiert wurde, ist ein Beispiel dafür. Mit seiner Geschichte möchten wir die aktuellen Herausforderungen sowie allgemeine Schwierig-keiten in der Arbeit mit (Strassen)kindern aufzeigen.

Beitrag von Lilyana Ahmed, Thierry Graf und Aurelia Golowin

Hintergrund

Seit 2004 verfolgt Sport – The Bridge in Äthiopien mit dem Programm “Äthiopien – Sport baut Brücken” das Ziel der Reintegration von Strassenkindern in ihr familiäres Umfeld und die öffentliche Schule. Die maximal ein Jahr dauernde intensive Betreuung der Kinder durch unser Tagesprogramm (“Erstjahresprogramm”) stellt dabei nur den ersten Schritt dar. Die Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien werden weiterhin begleitet, um ihre neue Situation längerfristig zu stabilisieren und sie beim Meistern von alltäglichen Schwierigkeiten unterstützen zu können (“Follow-up Programm”). Für diesen Prozess ist die Zusammenarbeit mit dem familiären Umfeld ein zentrales Element, da die sozialen Umstände wichtige Einflussfaktoren für den nachhaltigen Erfolg der Integrationsarbeit darstellen.

Bedürfnisorientierter Ansatz

Zentraler Ansatz unserer Arbeit mit Strassenkindern in Äthiopien ist es, die Situation eines Kindes als Ganzes zu erfassen, um die konkreten Umstände zu verstehen und so individuelle, den Bedürfnissen jedes Kindes entsprechende Lösungen zu finden. Es existiert kein Patentrezept, um eine nachhaltige Resozialisierung zu verwirklichen, sondern es wird das methodische Ziel angestrebt, jeden Fall einzeln zu betrachten und Prozesse individuell zu gestalten. Dank den zahlreichen Erfahrungen der letzten 10 Jahre wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Massnahmen und Methoden entwickelt, die es ermöglichen, flexibel und wirkungsvoll auf einzelne Situationen einzugehen.

Veränderte Rahmenbedingungen

Seit einigen Jahren stellen wir in Addis Abeba einen zunehmenden Anteil von Strassenkindern fest, die ursprünglich aus anderen Regionen Äthiopiens stammen. Dazu gehören Kinder aus anderen Städten und solche aus ländlichen Gebieten, die ihre Familie mit der Hoffnung auf Erfolg, Reichtum, ein besseres Leben oder anderen Gründen verlassen haben und ihr Glück in Addis Abeba suchen. In der Hauptstadt angekommen, leben sie zu ihrem Schutz in einer Gruppe mit anderen Kindern und versuchen sich auf der Strasse durchzuschlagen. In Anbetracht dieser Veränderungen hat Sport – The Bridge ab 2010 das Erstjahresprogramm auch für Strassenkinder von ausserhalb zugänglich gemacht und dabei erste Erfahrungen sammeln können. In den letzten zwei Jahren hat sich der Anteil dieser Kinder so stark erhöht, dass im 2013 erstmals mehr Kinder durch Sport – The Bridge integriert wurden, die nicht aus Addis Abeba stammen.

Behailus Geschichte

Behailu, den wir in einer letztjährigen Broschüre porträtiert hatten, ist einer von ihnen. Er ist heute 11 Jahre alt und stammt aus der Stadt Hawassa, die rund 200 km von Addis Abeba entfernt ist. Nach dem Tod seiner Eltern machte er sich auf nach Addis Abeba, mit dem Ziel, seinen Lebensunterhalt selber zu verdienen, da seine Grossmutter finanziell nicht mehr für ihn aufkommen konnte. Auf den Strassen Addis Abebas kam er in Kontakt mit Sport – The Bridge und entschied sich im November 2013 in das Erstjahresprogramm einzutreten, um auf diesem Weg das Leben auf der Strasse zu verlassen und zu seiner älteren Schwester nach Hawassa zurückzukehren. Behailu besuchte fortan das tägliche Programm. Mit der Schwester wurde telefonisch Kontakt aufgenommen und geplant, dass Behailu nach Beendigung des Erstjahresprogramms durch Mitarbeitende von Sport – The Bridge zu ihr gebracht werde. Es kam jedoch anders. Eine Bekannte von Behailu, die er von seiner Arbeit her – als Haushaltshilfe an den Wochenenden – kannte, hatte ihm ohne vorgängige Absprache mit Sport – The Bridge den Bus nach Hawassa bezahlt und ihm zusätzlich etwas Geld mitgegeben. Somit fuhr Behailu im August 2014 selbständig nach Hawassa und Sport – The Bridge wurde telefonisch von der Schwester darüber informiert, dass er nun bei ihr sei.

Behailu & Mitarbeiterin im Familiendepartement, Sintayehu Fikru (2014)

Behailu & Mitarbeiterin im Familiendepartement, Sintayehu Fikru (2014)

Obwohl Behailu gut von seiner Schwester und dem weiteren Umfeld empfangen wurde und ihm seine Schwester für die Regenzeit einen Platz in einer Übergangsschule organisiert hatte, um ihn auf das neue Schuljahr in der öffentlichen Schule vorzubereiten, war diese neue Situation nicht beständig. Rund zwei Monate später ging Behailu wieder von seiner Schwester weg und kehrte auf die Strassen von Addis Abeba zurück, wo er von den Mitarbeitenden von Sport – The Bridge gesehen und angesprochen wurde. Als Grund für seine Rückkehr zum Leben auf der Strasse gab er an, dass er seiner Schwester eine kleinere Menge Geld anvertraut habe, das sie gemäss ihren eigenen Angaben angeblich verloren hätte. Die zuständigen Mitarbeitenden interpretieren dies als unmittelbaren Vorwand, vermuten den wahren Grund jedoch darin, dass Behailu den Verlockungen des Lebens auf der Strasse nicht widerstehen konnte und bereits einen hohen Grad an Selbstständigkeit und Autonomie erreicht hatte. Obwohl Behailu gemäss eigenen Aussagen einsieht, dass das Leben bei seiner Schwester den Zugang zur Schule und einem geregelteren Leben ermöglicht, stellt es für ihn auch den mühsameren und anspruchsvolleren Weg dar als das Leben auf der Strasse. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der Einfluss und die Abhängigkeiten von Substanzen, wie z.B. das Schnüffeln von Leim, was bei Behailu der Fall ist. Obwohl er selber sagt, dass er in Zukunft wieder zu seiner Schwester zurückkehren möchte und ihm Sport – The Bridge dafür bereits mehrmals wieder Unterstützung angeboten hat, lebt Behailu heute nach wie vor auf den Strassen von Addis Abeba und ist bis heute (noch) nicht bei Sport – The Bridge aufgetaucht.

Neue Herausforderungen

Die veränderten Umstände auf den Strassen Addis Abebas stellt das Strassenkinder-Programm von Sport – The Bridge, welches ursprünglich auf Kinder aus Addis Abeba ausgerichtet war, vor neue Herausforderungen. Die Geschichte von Behailu zeigt exemplarisch auf, wo Handlungsbedarf besteht, um bestehende Prozesse zu optimieren und allenfalls neue Massnahmen auszuarbeiten. Im Vergleich mit den Kindern aus Addis Abeba können momentan für die Kinder von ausserhalb nicht dieselben umfassenden Leistungen angeboten werden. Einerseits kann mit Familien aus entfernteren Regionen nicht eng zusammengearbeitet werden, um sie in den Reintegrationsprozess zu involvieren und andererseits können die Kinder und Jugendlichen nicht von einer Nachbetreuung profitieren. Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Zielgruppe stellen uns somit hinsichtlich der Ausrichtung und der Ausgestaltung der konkreten Leistungen unseres Programms vor offene Fragen: Wie kann in jedem Fall ein Austausch mit Familienangehörigen sichergestellt werden? Wie können diese Familien in den Resozialisierungsprozess einbezogen werden? Welche Möglichkeiten gibt es, auch den Kindern, die nicht aus Addis Abeba stammen, eine Nachbetreuung zu bieten? Auch hier gibt es keine Patentlösung, doch das Team in Äthiopien ist gewillt, sich dieser Herausforderung zu stellen. Momentan werden erste Ideen gesammelt, um Massnahmen auszuarbeiten, so dass noch im 2015 Pilotprojekte starten können, die auch für diese Kinder eine vergleichbar nachhaltige Lösung anstreben, wie für diejenigen aus Addis Abeba.

Wir sind überzeugt, dass die langjährige Erfahrung und international hoch geschätzte Expertise des lokalen Teams eine hervorragende Ausgangslage darstellen, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

Januar 2015

 

STB Ethiopia’s 10th Anniversary – How Everything Started

The time since the start of Sport – The Bridge’s (STB) program in Ethiopia passed so fast that no one from the staff realizes that it is 10 years ago when we started to support street children. From December 2004 till today a countless amount of things happened and plenty of experiences have been made within STB.

Acknowledgement to the Founders

We are still very respectful towards the two Swiss teams of STB who built up the program. Starting with 20 street children on December 20 2014, Stephan and Simona Zihler, Kathrin Wespi and Ivan König in the first year and Caroline Gehring, Paolo Altundag and Stephan Brun in the second year set up the grounds with a lot of passion, trust and positive energy. Sometimes, when the staff sits together, we talk and remember the Swiss teams and we tell each other anecdotes about this memorable time. Looking back, it was wonderful to see how the crew faced challenges and no matter in which direction a situation had gone, they always found a way to manage it. Until today this is still a big inspiration for our daily work.

First Group of Children

When we look back, we have never met such a difficult and wonderful group of children in the past 10 years like the one in the first year of STB. They were the first group of children integrated through STB’s approach and will thus always remain special. With them we started to polish and to develop our methods and today it is touching to see how these kids have grown up and conquer everyday’s challenges.

Taking Responsibility

In 2005 the structuring of the departments was concluded and in 2006 the time came to create a new structure of leadership by transferring the responsibility to the Ethiopian staff. Since then, we faced several challenges, old and new ones, and there will be more to come. Of course, these were joined by a lot of happy days during the past years. Every time when we integrate a child with his family or when we receive a visit from former program children telling us that they are doing fine it gives us the approval about the impact of our efforts. But also administrational successes are satisfying, such as the renewal of the project’s license, which can be a hard process.

A New Approach

Many staff members remember how they were confused, when they heard for the first time that children do not spend their night on the STB compound or in a specific home meant for them. Experience has given us confidence that our methodology works. By not giving shelter to the street children, but rehabilitating them from where they are and supporting them on their way back to their family and the school, we focus on the children willing to change their situation. Working for STB still is a unique opportunity for all staff members and all emphasize that they have learnt a lot through it. At the beginning, new staff members often have some restraints to work with street children, but when they find their own way to explain to the children that they won’t get materialistic support but sympathy and empowerment, they’re all convinced by the exemplary character of STB Ethiopia.

How the founding team transmitted their ideas and handed over their project to local people within such a short time period deserves a lot of respect. A big THANK YOU to Stephan Zihler and all your brave fellows to have given us your ideas and your trust to run the project you started. Everybody who is involved in STB is gaining a lot out of this chance.

Staff Members STB Ethiopia

Newsletter Sport – The Bridge, August 2014 (Download Newsletter: NL_August_14)

 

Some impressions of the last 10 years

Alte Kleider für neue Perspektiven

Im Rahmen der Ecoplan-Neujahrsaktion stehen im Januar 2014 im Erdgeschoss bei Ecoplan an der Monbijoustrasse 14 in Bern fünf Füllbehälter – symbolisch für die fünf Säulen des Strassenkinderprojekts von «Sport – The Bridge» in Äthiopien: Sport, Familienarbeit, Bildung, Ernährung und Gesundheit. Wenn es gelingt, bis Ende Januar alle fünf Behälter zu füllen, verdoppelt Ecoplan seine Spende an das Projekt: Statt vier Kinder können dann acht Kinder ein Jahr lang umfassend über alle fünf Säulen betreut werden, und dies zusätzlich zum Erlös aus der Sammelaktion selber.

Karte zur Ecoplan-Neujahrsaktion 2014

Wie Du die Aktion mitverfolgen kannst:
Entweder live im Schaufenster an der Monbijoustrasse 14 oder auf der Webseite www.ecoplan.ch.

Wie Du Dich an der Aktion beteiligen kannst:
Je mehr Altkleider und -schuhe wir während dieser Zeit sammeln, desto grösser wird die Unterstützung für unser Projekt in Äthiopien. Falls auch Du Deine alten Kleider vorbeibringen möchtest, dann kannst Du diese zwischen dem 6. und 31. Januar jederzeit bei Ecoplan abliefern. Vor dem Schaufenster steht dafür ein spezieller Behälter zur Verfügung. Selbstverständlich kannst Du Dich auch gerne mit Dir bekannten Ecoplan-Mitarbeitenden auf eine Tasse Kaffee oder Tee verabreden – oder einfach kurz bei uns läuten.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Unser Programm in Äthiopien braucht zusätzliche Spendengelder

Um die Finanzierung des Programms „Äthiopien – Sport baut Brücken“ sicherzustellen, brauchen wir dieses Jahr Einnahmen von Privatpersonen von 50‘000 Franken (rund 30’000 Franken sind schon geschafft!). Unser Ziel ist ambitiös, doch mit vereinten Kräften schaffen wir es, nicht zuletzt dank direkter Unterstützung der Kinder in Äthiopien! Hier zwei Möglichkeiten, wie Sie das Fortbestehen des Srassenkinder-Programms unterstützen und gleichzeitig unnötigen Stress um die Beschaffung von Weihnachtsgeschenken vermeiden können:

Möglichkeit 1: Kaufen Sie Postkarten, welche Strassenkinder gemalt haben

Im Mal-Atelier von Sport – The Bridge haben Tigist, Mulugeta, Mariam und Getamesay beherzt zum Pinsel gegriffen und Kunstwerke der ganz besonderen Art geschaffen. Dank der Unterstützung von Pernova (www.pernova.ch) und WORX (www.worx-design.ch) konnten wir aus diesen Bildern eine Kartenserie produzieren, deren Erlös vollumfänglich dem Programm in Äthiopien zukommt.

Entstanden sind vier Karten mit jeweils ganz eigenem Charakter und Charme: Sie erzählen den Empfängern eine Geschichte und zeigen, was Sport – The Bridge ausmacht: Strassenkinder werden darin bestärkt, ihre eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten wahrzunehmen. Dazu gehört es auch, einfach mal Kind zu sein und dies durch Aktivitäten wie malen, spielen und lernen ausleben zu können.

Postkarten_Motive

Zu Geburtstagen, Festtagen, zur Genesung, als Dank, Gruss oder einfach so: Diese Karten hinterlassen einen bleibenden Eindruck und nehmen Ihre Freunde, Bekannte und Verwandte mit auf eine kleine Gedankenreise nach Äthiopien.

  • Format: A6 (10,5 x 14,8 cm)
  • Papier: Postkartenkarton, 330 gm2
  • Preis Einzelkarten (inkl. Couvert): Fr. 3.00
  • Preis Kartenset (8 Karten inkl. Couverts, 2 x 4 Motive): Fr. 20.00

Zögern Sie nicht und richten Sie Ihre Bestellung unter Angabe von Motiv, Anzahl und Lieferadresse an die Mailadresse: shop@sportthebridge.ch oder per Post an: Sport – The Bridge, c/o Vreni Joss, Talweg 2, 3150 Schwarzenburg

 

Möglichkeit 2: Machen Sie zu Weihnachten Geschenke, die doppelt Freude bereiten

Erfreuen Sie Ihre Liebsten mit einer solidarischen Geste: Unterstützen Sie mit einer Spende in deren Namen direkt ein Strassenkind in Addis Abeba:

Geschenkeurkunde_Möglichkeiten

Als symbolisches Geschenk überreichen Sie der beschenkten Person eine schön gestaltete Geschenkurkunde mit deren Namen drauf.

Adresse für Bestellungen: shop@sportthebridge.ch, oder: Sport – The Bridge, c/o Eliane Kraft, Landoltstrasse 91, 3007 Bern

Bitte machen Sie folgende Angaben:

  • gewünschtes Paket (z.B. Bildung)
  • Namen der beschenkten Person
  • Ihren Namen und Ihre Post- oder Mailadresse

Sie erhalten die Urkunde sowie die Zahlungsangaben innert Wochenfrist per E-Mail oder Post zugestellt.

Geschenkurkunde_Beispiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen besinnliche Festtage und danken für Ihre Unterstützung!

Jungfrau-Marathon – Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Unter dem Motto “Unser Schweiss hat seinen Preis” haben Regula und Remo mit ihren Trainingsstunden für den Jungfrau-Marathon Geld für das Sport – The Bridge – Projekt in Addis Abeba gesammelt. Ihr Trainingsschweiss hat sich doppelt gelohnt: Ihnen gelang beiden ein tolles Rennen und sie sammelten zusammen fast 2000 Franken. Regula wurde bei den Frauen hervorragende 47. in 4 Stunden 19 Minuten. Remo legte die 42 Kilometer von Interlaken auf die kleine Scheidegg in 4 Stunden 51 Minuten zurück. Beiden gratulieren wir ganz herzlich zur phantastischen Leistung und dem Einsatz für Sport – The Bridge.

Die Trainingsstunden wurden vom 1. Juli bis am 31. August gezählt  (der Jungfrau-Marathon fand am 8. und 9. September statt) und die beiden Athleten wurden natürlich durch grosse Einsätze zusätzlich motiviert.

Ausserdem waren wir während der zwei Tage des Jungfrau-Marathon in Interlaken mit einem Stand präsent. Wir zeigten den Läuferinnen und Fans, wie man in Äthiopien Kaffee mit einer Zeremonie zubereitet, wie STB in Äthiopien tätig ist und wie die Spenden eingesetzt werden.

Regula im Ziel

Regula und Aklilu am Stand von Sport – The Bridge 

Äthiopische Kaffeezeremonie

 

Hast Du auch Lust, mit deinem Schweiss für Strassenkinder in Äthiopien Geld zu sammeln? Dann nichts wie los und melde uns dein Projekt!

Kontakt: koprio@sportthebridge.ch

 

So viel haben die beiden vom 1. Juli bis am 31. August trainiert:

Regula: 96 h

Remo: 62 h

 

Jungfrau-Marathon: “Unser Schweiss hat seinen Preis”

Regula und Remo engagieren sich am Jungfrau-Marathon neu für Sport – The Bridge. Sie nehmen die 42 anstrengenden, aber auch wunderschönen Kilometer von Interlaken auf die Kleine Scheidegg in Angriff und sammeln mit „ihrem Schweiss“ Geld für Sport – The Bridge.

Sponsere die Trainingsstunden von Regula und Remo nach dem Motto „Unser Schweiss hat seinen Preis“! Das Formular zum Spenden, den aktuellen Trainingsstand sowie weitere Informationen über Sport – The Bridge gibt’s auf http://www.sportthebridge.ch/schweiz/jungfrau-marathon.

Die Trainingsstunden werden vom 1. Juli bis am 31. August gezählt  (der Jungfrau-Marathon findet am 8. und 9. September statt) und die beiden Athleten werden natürlich durch grosse Einsätze zusätzlich motiviert. Pro Person und Woche wird durchschnittlich ca. 10 h trainiert. Auch Fixbeträge sind willkommen. Das so gesammelte Geld kommt vollumfänglich dem STB-Projekt in Addis Abeba zugute.

Ausserdem sind wir während der zwei Tage des Jungfrau-Marathon in Interlaken mit einem Stand präsent. Wir zeigen den Läuferinnen und Fans, wie STB in Äthiopien tätig ist und wie die Spenden eingesetzt werden.

Hast du auch Lust, mit deinem Schweiss für Strassenkinder in Äthiopien Geld zu sammeln? Dann nichts wie los und melde uns dein Projekt!