Aussergewöhnlicher Besuch in der Schweiz – Extraordinary Visit to Switzerland

English translation below

Im September besuchte ein Sportlehrer der ersten Stunde aus dem Programm von Sport – The Bridge (STB) in Äthiopien die Schweiz. Tamiru Gebermdhim arbeitet seit über 10 Jahren für das Strassenkinderprogramm von STB in Addis Abeba. Mit der grosszügigen Unterstützung von Lisa Meyer, einer langjährigen STB-Mitwirkenden vom Lindenhofspital, konnte Tamiru im August und September erstmals Ferien in der Schweiz verbringen. “Nun kann ich mal das Land kennenlernen, von wo jährlich Menschen herreisen, um bei STB mitzuarbeiten”, sagte Tamiru auf die Frage, wie er seinen ersten Aufenthalt ausserhalb Afrikas erlebt.

English version:

Tamiru Gebermdhim is a sport-teacher since the beginning of the program of Sport – The Bridge (STB) in Ethiopia. For more than 10 years he works for the street-children-program of STB in Addis Ababa. With the support of Lisa Meyer, a long-term colleague from the “Lindenhof” hospital in Bern, Tamiru could travel to Switzerland for his holidays in August and September. “Now I get to know the country from where trainees and other people come every year to work and support STB”, said Tamiru when he was asked how he experiences his first stay in Europe.

STB U17 Football Team wins Bronze at Addis Ababa Football Tournament

At this year’s football tournament of the Addis Ababa Football Federation the U17 Team from Sport – The Bridge (STB) reached the 3rd place. In the pictures below you see the proud players showing their bronze medals. In the middle of the first picture you see Tamiru Gebermdhin, who is a sport-teacher from STB-Ethiopia and the coach of the U17 team.

Congratulations to the U17 team for their achievement and special thanks to Tamiru for his dedication!

Ich male ein Haus, weil ich selber keines habe…

Beitrag von Sandra Nast, August 2017

Erzählungen aus meinem einmonatigen Einsatz bei Sport – The Bridge (STB) in Addis Abeba

Mit einem herzlich-heiteren «Salam nu» begrüsste mich der STB-Sozialarbeiter Temesgen am Flughafen in Addis Abeba. Es ist mein erster Besuch in Äthiopien. Die Gerüche, Farben, Menschen – alles kommt mir noch etwas fremd vor. Während der Fahrt zu meinem Guest House erzählt mir Temesgen viel Spannendes über seine Kultur und lehrt mich die wichtigsten Sätze auf Amharisch. Immer noch etwas schlaftrunken vom Flug lausche ich seinen spannenden Erzählungen und gleichzeitig schweift mein Blick immer wieder aus dem Fenster auf das aufwachende Addis Abeba – eine afrikanische Millionenstadt, die ich mir doch so ganz anders vorgestellt habe. Es ist 6.00 Uhr in der Früh und die Strassen füllen sich bereits mit Menschen, mit Tausenden von Menschen. Geschäftig huschen sie über die Strassen, die Märkte werden aufgebaut, dazwischen ertönt immer wieder das Hupen der überfüllten Minibus-Taxis, deren Zielorte lauthals in die staubige Morgenluft geschrien werden. Addis Abeba wirkt auf mich wie ein Magnet, ein trügerisches Bild, das so auch viele Tausende äthiopische Kinder hierhin zieht auf der Flucht vor Armutsproblemen und mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dies ist auch die Geschichte einiger der Kinder bei Sport – The Bridge.

Die Herzlichkeit der STB-Mitarbeitenden und ihr tagtäglicher Einsatz für die Strassenkinder beeindrucken mich vom ersten Tag an. Sie alle arbeiten mit viel Herzblut und Engagement, um den Kindern einen geregelten Tagesablauf zu ermöglichen und sie mittels Sport und Spiel, zurück in ihre Familien, in die öffentliche Schule und in die Gesellschaft zu integrieren.

Dank der Programm Managerinnen Lyliana und Fikirte, dem Programm Koordinator Leoul und der Unterstützung aller Mitarbeitenden fühle ich mich im STB-Team von Anfang an wohl und gut aufgehoben. Das Ziel meines Einsatzes umfasst zwei Teile: einerseits geht es darum Workshops mit den Mitarbeitenden zu bedürfnisorientiertem Unterrichten durchzuführen, andererseits den Strassenkindern kreatives Arbeiten näher zu bringen und gleichzeitig Fertigkeiten zu lehren, mit denen sie vielleicht später sogar ihren Lebensunterhalt mitverdienen können.

Workshops mit Mitarbeitenden

Neben dem STB-Fokus, dem sportpädagogischen KRAFT-Modell (Vormittag), besuchen die Strassenkinder am Nachmittag abwechselnd die Fächer Amharisch, Englisch, Mathematik oder Gesundheit. Trotz der Einteilung in zwei Niveau-Gruppen stehen die Lehrpersonen vor der grossen Herausforderung der Heterogenität der Klassen (unterschiedliche Schulbildung, Muttersprachen – nicht alle sprechen Amharisch, Alter, Krankheiten, psychische Belastungen, Leim schnüffeln, etc.). Zudem sind die Kinder oft sehr müde, da sie in der Nacht auf der Strasse kaum schlafen (Addis Abeba liegt auf 2400 m.ü.M. und es wird bitterkalt in der Nacht). Sie können sich daher nur schwer konzentrieren und lange stillsitzen. Hinzu kommen die begrenzten finanziellen Mittel von STB für Unterrichtsmaterialien. Die Ziele der Workshops waren daher der Wissensaustausch zu pädagogischen Methoden, das Eruieren der tatsächlichen Bedürfnisse in Bezug auf die aktuelle Lebenssituation der Kinder und schliesslich auch die Mitarbeitenden zu motivieren Neues auszuprobieren. Beeindruckend für mich war mit welch grossem Einsatz, Wille und welcher Kreativität die STB-Mitarbeiter sich stetig weiterentwickeln möchten, um die Kinder noch besser in ihrer jeweiligen Lebenssituation zu unterstützen und fördern.

Mal- und Bastelunterricht mit Strassenkindern

Jeweils am Morgen vor dem Fussball und nach dem Mittagessen können die Kinder im kleinen Kunstraum auf dem STB-Compound ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Neben dem Spassfaktor steht das Erlernen von neuen Fertigkeiten im Vordergrund. Das Lieblingssujet der Kinder beim freien Malen waren die Flagge von Äthiopien oder ihres jeweiligen Stammes oder aber Häuser, was mir eher ein Rätsel war. Auf Nachfrage haben die Kinder dann erzählt, dass sie gerne Häuser malen, da sie ja kein eigenes haben. Erschreckend und nachvollziehbar zugleich! In den nächsten vier Wochen haben wir mit Farbstiften und Wasserfarben gemalt, bunte Scherenschnitte gemacht, Schweissbänder fürs Fussballspielen gehäkelt, Behälter aus alten PET-Flaschen und Toilettenrollen gebastelt, ein 50 Meter langes Seil mit bunt bemalten Flaggen fürs Fussballfeld kreiert und Armbänder geknüpft – das absolute Highlight für die Kids! Die selbstgemachten Armbänder (am liebsten in grün, gelb, rot, den Farben der äthiopischen Flagge) erfüllten die Kinder mit Stolz. Viele wurden auch verschenkt, was mich zutiefst beeindruckte. Denn obwohl sie nichts ausser den Kleidern am Leib besitzen, nimmt «Teilen» einen grossen Stellenwert in ihrem Umgang mit anderen ein. Diese Erkenntnis, die lachenden Kinderaugen und die Fröhlichkeit, die trotz der harten Lebensumstände in den vier Wänden des Kunstzimmers herrschten waren mein ganz persönliches Highlight.

«Amasegenalhu»– ein riesengrosses Dankeschön an Sport – The Bridge für diese einmalige Chance und lebensbereichernde Erfahrung! Und auf Wiedersehen Äthiopien, ich komme ganz bestimmt wieder!

Kleiner Aufruf: STB braucht Farbstifte! Habt ihr zuhause Farbstifte rumliegen, die ihr nicht mehr braucht? Dann meldet euch bei info@sportthebridge.ch – es ist zwar kaum zu glauben, aber gute Farbstifte in Äthiopien zu finden, gleicht einem Ding der Unmöglichkeit.

 

Challenges of Countryside Integration

Article from Lilyana Ahmed, Program Manager STB Ethiopia

It is a significant change in the history of Sport –The Bridge (STB) Ethiopia to see the rising number of street children who come from various regions of Ethiopia in search of a better life in Addis Ababa. In 2006 out of 35 participants there were about 5 from outside Addis. Today, after 10 years, it is the reverse: only 5 out of 35 do not come from outside. Since 2012 STB has reintegrated every year – within the program-cycle going from October to September – between 30 and 45 children into different parts of the country. Although no issue-related institution did a research, all of the organizations working with street-children agree that this time there are not many children from Addis Ababa found living on the street. At least they seem to be organized differently while still being affected by other poverty related causes. As a consequence of these developments STB started working more and more with street children from countryside areas and focusing on uniting them with their families.

Children at STB-Ethiopia, who came from the south to the capital in search of a better life

Children at STB-Ethiopia, who came from the south to the capital in search of a better life

Interventions in the work with street children need follow-ups because it is a reality that issues of relapsing occur very often, especially in combination with drug abuse or mental disorders. In Addis Ababa STB has put in place an effective follow-up system to maintain and support the process of re-socialization of the reintegrated children at home, at the school and in the community. However, when it comes to children who are reintegrated with their family outside of Addis Ababa the follow up work is more difficult because of the distance. There are some big challenges we face every time:

 

  • When children repeatedly come to Addis to live on the street, our social workers cannot intervene quickly enough to bring the children back to their home because of issues of geographical distance.
  • Every child decides the time of being reintegrated to the countryside whenever he or she is ready. So, it may be odd or even impossible to enroll these kids into school during the reintegration (depending on the beginning and time of the school year). Regarding the time resources the question arises how it can be managed efficiently to register these children for school.
  • Normally, when there are parents of the street children who need support for generating income, STB can provide that support, but because of the distance, it is difficult to involve parents in income-generating activities. It is difficult to ensure support with a sustainable effect. This is why drop-outs occur most likely when parents or legal guardians are having income problems.

As mentioned, for five years STB has brought back between 30 and 45 street children to their families in countryside areas. Although it is difficult to estimate how many of them have come back to Addis Ababa, it should be less than 50% on average – at least we do not encounter more returned children.

The numbers for 2016 are satisfying so far: from 44 reintegrated children only 3 came back to Addis Ababa and one of them already went back home again, with the support of his older brother.

STB is working on establishing a system, which should be effective and can be put into practice within the given framework. What we are already doing today: Almost all of our beneficiaries – even from rural areas – have a mobile phone, or have at least access to one, which was not the case some years ago. So, nowadays, we make regular phone calls to the person who is responsible for taking care of the child. We are also planning to implement this callback system with the responsible government office and with the schoolteachers of the integrated children. This activity helps us to check the situation of each child from a distance and to help solve problems before a child decides to go back to street-life.

The program managers of STB-Ethiopia (f.l.t.r): Lilyana Ahmed and Fikirte Shimelis

The program managers of STB-Ethiopia (f.l.t.r): Lilyana Ahmed and Fikirte Shimelis

Additionally STB is also planning to build up measures to prevent children from coming to Addis Ababa in the first place – always in the hope for a better life, while in most cases they unfortunately end up on the street. In the course of a pilot project STB has proved that it is possible and even very fruitful to work with relevant government offices, schools, and volunteers while dealing with this issue.

In future, working for children coming from other areas of Ethiopia will entail the following: support in obtaining school materials as well as providing awareness raising activities about problems related to street-life for parents, responsible government office workers, and whole communities.. The goal of this new type of prevention activity is to encourage and enable the community itself to take care of the young generation.

 

Partnerschaft für Entwicklung

Im 2012 begegneten sich «Fotbal pro Rozvoj» und Sport – The Bridge im sogenannten Eurocamp der damaligen Fussball Europameisterschaft. Die Begegnung entwickelte sich zu einer Freundschaft und diese zu einer Zusammenarbeit. Im 2015 und 2016 führten beide Organisationen dank der Finanzierung durch den Schweiz-Tschechischen Entwicklungsfonds ein Projekt zum Austausch von know-how durch. Das Ziel bestand darin, miteinander Möglichkeiten zur Ausweitung des bestehenden tschechischen Programms zu entwickeln. Zusätzlich zu einem jährlich während eines Monats stattfindenden Fussballfestivals sollen in Zukunft auch während der restlichen Zeit des Jahres entsprechende fussballbasierte Aktivitäten für benachteiligte Kinder und Jugendliche in allen Regionen Tschechiens stattfinden. Im Rahmen von drei intensiven Austauschtreffen in Tschechien konnte ein sog. «Toolkit» für SozialarbeiterInnen erstellt werden, wodurch diese befähigt werden, Fussball in ihrer Arbeit als pädagogische Massnahme integrieren zu können. Ein frei verfügbarer kurzer Film dokumentiert den gemeinsamen Prozess dieses erfolgreichen Projekts.

Link zum Film «More than football»: https://www.youtube.com/watch?v=GBs4RCB_pK8

STB braucht Deine Unterstützung

Liebe Mitglieder, liebe Gönnerinnen und Gönner, liebe Interessierte

Vielleicht habt Ihr festgestellt, dass seit längerem kein Newsletter von Sport – The Bridge (STB) erschienen ist? Das ist richtig, seit Juni 2016 haben wir uns nicht mehr in dieser Form gemeldet. Das war nicht so geplant.

Für uns Vorstandsmitglieder ist es eine anspruchsvolle Herausforderung, unser freiwilliges und oft zeitintensives Engagement für STB mit unseren beruflichen und familiären Verpflichtungen zu vereinbaren. Weil wir in den vergangenen Monaten nicht in der Lage waren, für alle Bereiche die erforderliche Zeit aufzubringen, entschieden wir uns dazu, unsere Verantwortung vor allem im Tagesgeschäft und den dazugehörigen Vereinsaktivitäten wahrzunehmen. Als Folge davon kamen das Fundraising und der Austausch mit Euch zu kurz. Wir bedauern diese Situation, da STB nur dank den Menschen existieren kann, die unseren Verein immer wieder unterstützen.

Spendenbarometer per November 2016

Spendenbarometer per November 2016

Die geschilderte Situation hatte Auswirkungen auf den Kontostand des Vereins: “Vo nüt chunt nüt”! In diesem Jahr erhielten wir bisher so wenig Spenden wie schon lange nicht mehr. Obwohl wir über Kontoreserven für schwierige Phasen verfügen, fühlen wir uns unter Druck: Im Programm von STB in Äthiopien sind fast 30 Mitarbeitende abhängig vom unentgeltlichen Engagement all derjenigen, die sich hier in der Schweiz für STB einsetzen. Damit wir auch in Zukunft jeden Rappen, den wir sammeln, den Menschen zugutekommen lassen können, die ihn benötigen, bitten wir Euch um finanzielle Hilfe. Wir sind sehr dankbar, wenn Ihr mit einer Zuwendung die wertvolle Arbeit des äthiopischen Teams unterstützt. Im Hinblick auf Weihnachten könnt Ihr dies gerne auch in Form einer Geschenkspende (mit Urkunde für die beschenkte Person) tun. Weitere Informationen dazu findet Ihr auf unserer Homepage.

An dieser Stelle möchten wir Euch auch herzlich einladen, euch aktiv für STB zu engagieren. Wir sind auf frische (aber nicht nur junge!) Kräfte angewiesen und suchen konkrete Unterstützung:

  • Administrativen Support (z.B. Spendeneingänge verwalten und verdanken)
  • Fundraising (z.B. Finanzierungsgesuche schreiben)
  • Co-Leitungen für die Ressorts Schweiz und Admin/Finanzen

Wir freuen uns, von Euch zu hören!

Vorstand STB

Mitteilung: Fehler in Newsletter!

Uns ist im aktuellen Newsletter (Dezember 2016), der demnächst in die Briefkästen aller Menschen aus der Adresskartei von Sport – The Bridge flattert, ein ärgerlicher Fehler unterlaufen. Im Titel steht “Newsletter Juni 2016”, richtig wäre aber Newsletter Dezember 2016. Wir möchten uns für diese Mangelhaftigkeit entschuldigen.

Wir wünsche allen schöne und besinnliche Festtage!

Vorstand Sport – The Bridge

 

Organisationswandel im Programm von STB in Äthiopien

Seit Anbeginn waren die Mitarbeitenden des Strassenkinder-Programms von STB-Äthiopien in verschiedene Departemente aufgeteilt: Sport, Familienintegration, Gesundheit, Ernährung und Infrastruktur. Für die einzelnen Mitarbeitenden hatte die Tätigkeit innerhalb des eigenen Departementes Priorität. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Departementen war mit der gegebenen Struktur stets herausfordernd und gelang trotz diversen Anpassungen nicht zufriedenstellend. Für Lilyana Ahmed und Fikirte Shimelis, das Managementteam von STB Äthiopien, war dies der Hauptgrund für den Anstoss zur Reorganisation und Optimierung des Programms.

Neu gibt es keine Departemente mehr, sondern Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Funktionen, die bereichsübergreifend tätig sind. Um die Organisation und Führung des täglichen Geschäfts im Rahmen dieser neuen Struktur sicherzustellen, wurde die Stelle des Programm-Koordinators geschaffen. Nach einem umfangreichen Selektionsverfahren wurde sie durch Leoulseged Kassahun besetzt, der sich hier auf dem STB-Blog näher vorstellt: http://blog.sportthebridge.ch/my-engagement-within-stb/. Seine Aufgabe besteht darin, die verschiedenen Projektentwicklungen und Prozessabläufe zu leiten. Dies umfasst einerseits die Führung des Betreuungsteams und andererseits die Koordination der Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen, welche Leistungen von STB empfangen. Das Managementteam konzentriert sich von nun an auf die Führung des gesamten Programms, die Administration, die Weiterentwicklung der Angebote und die Kommunikation gegen Aussen.

Diese neue Gliederung verschafft Klarheit in der Aufteilung der Kompetenzbereiche. Die Auflösung der Departements-Struktur und die Rolle von Leoulseged Kassahun ermöglichen mehr Flexibilität und Effizienz im Rahmen der bestehenden personellen Ressourcen. Auf diese Weise ist das Teamgefüge dynamischer und alle Teammitglieder können pädagogische Aufträge sowie mehr Verantwortung übernehmen. Mit geringem finanziellen Aufwand können die Leistungen für Strassenkinder sowie für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche erweitert werden. Neu besteht der Bereich der Prävention, der die Zusammenarbeit mit öffentlichen Schulen vorantreibt und als neues Programm zur Stabilisierung von armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen dient, damit diese gar nicht erst auf der Strasse landen. Zudem wird der Bereich der Existenzsicherung aufgebaut, dessen Angebote sich an Jugendliche richten, die ebenfalls auf der Strasse leben aber schon etwas älter sind. Auf diese Weise wird einer erweiterten Zielgruppe Unterstützung auf dem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit als junge Erwachsene geboten. Die dafür vorgesehenen Massnahmen sind zurzeit noch in der Entwicklungsphase.